Oberösterreichs Wirtschaftsbund hat bei der ersten Standortbestimmung des Jahres einen Ausblick auf 2026 gegeben. Präsidentin Doris Hummer und der neue Landesgeschäftsführer Thomas Mitterhauser nannten Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Entlastungen bei Arbeit und Steuern als Hebel, um die Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen. Hintergrund ist die anhaltende Stagnation der Industrie in Oberösterreich trotz leichter Wachstumsprognosen für Österreich. Industrie in Oberösterreich bleibt in der Stagnation Bei der Konferenz zeichnete der Wirtschaftsbund ein ernstes Bild: Hohe Kosten für Löhne, Energie und Bürokratie hätten die internationale Wettbewerbsfähigkeit zuletzt spürbar belastet. Für 2026 rief die Interessenvertretung einen „Kurswechsel“ aus.
KI und Digitalisierung sollen Betriebe stärken Ein Schwerpunkt liegt auf technologischer Innovation. Wirtschaftsbund-Landesobfrau Doris Hummer sieht dafür bereits Know-how im Land – entscheidend sei aber der Transfer in die Unternehmen: „Die Kunst wird jetzt sein, dieses Know-how auch in die Betriebe, auch in die kleinen und mittelbetriebe hineinzubringen“, sagte Hummer. Dadurch könne man Produktivität zurückgewinnen und neue Geschäftsfelder erschließen.
Green Tech, Kreislaufwirtschaft und Industrie-Strategie Für das laufende Jahr formulierte der Wirtschaftsbund konkrete Punkte:
• Ausbau von Green Tech und Kreislaufwirtschaft
• eine Industrie-Strategie, die Leitbetriebe und KMU gleichermaßen berücksichtigt
• steuerliche Anreize und Senkung der Lohnnebenkosten
• Absage an neue Steuerideen
Neuer Landesgeschäftsführer will näher zur Basis Personell stellte sich der Verband ebenfalls neu auf. Thomas Mitterhauser trat erstmals als Landesgeschäftsführer auf. Er kündigte an, zu Funktionären in den Regionen zu fahren und Anliegen direkt aufzunehmen: „Meine Aufgabe wird es jetzt sein, vor allem zu Beginn rauszufahren zu unseren Funktionären, dort reinzuhören, was die Anliegen sind“, sagte Mitterhauser.
Der Wirtschaftsbund Oberösterreich verweist auf rund 17.500 Mitglieder und will damit den Standort 2026 wieder auf einen stabilen Wachstumspfad bringen.
Mehr Infos:
https://pulse.ly/bk4fwb3nxa Oberösterreich, Österreich
Redaktion: Reinhard Loher
Kamera: Reinhard Loher
Schnitt: Reinhard Loher
Folge HT1 auf WhatsApp:
https://pulse.ly/baj8d5ocyi 2500501-001