Wirtschaft in Braunau: Umfrage zeigt bessere Lage als Stimmung vermuten lässt

Wirtschaft in Braunau: Umfrage zeigt bessere Lage als Stimmung vermuten lässt

Zwei Männer stehen nebeneinander und sprechen. Im Hintergrund sind Mikrofone und eine lockere Interview-Umgebung zu sehen. Text: "Wirtschaft stärker als gedacht - HT1 Podcast mit WKO Obmann Clemens Steidl".
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Braunau / Podcast - Studiotalk
10.04.2026
BRAUNAU. Die Wirtschaft im Bezirk Braunau steht laut aktueller Unternehmensumfrage stabiler da als oft angenommen. Das zeigt eine Erhebung der Wirtschaftskammer Braunau mit rund 400 Betrieben. Trotz Krisen sehen viele Unternehmen ihre Lage positiv und planen Wachstum.

Die Schlagzeilen sprechen oft von Krise. Doch die Ergebnisse der Umfrage zeichnen ein differenziertes Bild. Rund die Hälfte der befragten Betriebe bewertet das laufende Jahr als gut. Viele Unternehmen wollen investieren und neue Mitarbeiter aufnehmen.

„Die Stimmung ist eigentlich besser, als man es aus den Medien entnehmen kann“, sagt Clemens Steidl, Obmann der Wirtschaftskammer Braunau. Grundlage sind knapp 400 Rückmeldungen aus der Region.

Dienstleistung und Bau zeigen Stärke

Positive Signale kommen vor allem aus dem Dienstleistungsbereich. Auch der Bau entwickelt sich stabil, besonders der Holzbau. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Struktur breit aufgestellt.

Große Industriebetriebe wie KTM prägen die Region, doch viele kleinere und mittlere Unternehmen tragen die Entwicklung mit. Diese Betriebe federn Schwächen einzelner Branchen ab.

Industrie und Handel unter Druck

Nicht alle Bereiche entwickeln sich gleich. Vor allem die Industrie sowie der stationäre Handel stehen unter Druck. Einzelne Betriebe kämpfen mit steigenden Kosten und unsicheren Rahmenbedingungen.

Als zentrale Herausforderungen nennt Steidl hohe Lohnkosten, zunehmende Bürokratie und Veränderungen am Arbeitsmarkt.

Arbeitsmarkt entspannt sich leicht

Der Arbeitsmarkt hat sich zuletzt etwas beruhigt. Nach einer Phase mit starkem Wettbewerb um Arbeitskräfte finden Unternehmen wieder leichter Personal.

Besonders gefragt sind Fachkräfte mit Lehre. Viele Betriebe setzen gezielt auf die duale Ausbildung, um ihren Bedarf langfristig zu sichern.

Fachkräfte bleiben knapp

Trotz leichter Entspannung bleibt der Mangel an Facharbeitern ein zentrales Thema. Vor allem handwerkliche Berufe sind stark gefragt. Dazu zählen Installateure, Spengler oder Beschäftigte im Handel.

Diese Berufe sichern die Grundversorgung im Alltag und bieten stabile Perspektiven.

Mittelstand als Stabilitätsfaktor

Kleine und mittlere Betriebe reagieren flexibel auf Veränderungen. Sie erschließen neue Geschäftsfelder und passen sich rasch an.

Diese Anpassungsfähigkeit stärkt die regionale Wirtschaft. Viele Betriebe entwickeln neue Ideen und bleiben wettbewerbsfähig.

Sorge um Abwanderung der Industrie

Mit Blick auf die Zukunft warnt die Wirtschaftskammer vor einer möglichen Abwanderung von Industriebetrieben. Steigende Kosten und internationale Konkurrenz erhöhen den Druck.

Einmal verlorene Betriebe kehren meist nicht zurück. Daher fordert die Wirtschaftskammer rasche politische Maßnahmen zur Stärkung des Standorts.

Braunau

Redaktion: Gerald Schlager
Kamera: HT1 Podcaststudio
Schnitt: Gerald Schlager

‎Folge dem Kanal HT1 - Das schau ich mir an! auf WhatsApp: https://pulse.ly/cweav8ppdz

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10.04.2026
BRAUNAU. Die Wirtschaft im Bezirk Braunau steht laut aktueller Unternehmensumfrage stabiler da als oft angenommen. Das zeigt eine Erhebung der Wirtschaftskammer Braunau mit rund 400 Betrieben. Trotz Krisen sehen viele Unternehmen ihre Lage positiv und planen Wachstum.

Die Schlagzeilen sprechen oft von Krise. Doch die Ergebnisse der Umfrage zeichnen ein differenziertes Bild. Rund die Hälfte der befragten Betriebe bewertet das laufende Jahr als gut. Viele Unternehmen wollen investieren und neue Mitarbeiter aufnehmen.

„Die Stimmung ist eigentlich besser, als man es aus den Medien entnehmen kann“, sagt Clemens Steidl, Obmann der Wirtschaftskammer Braunau. Grundlage sind knapp 400 Rückmeldungen aus der Region.

Dienstleistung und Bau zeigen Stärke

Positive Signale kommen vor allem aus dem Dienstleistungsbereich. Auch der Bau entwickelt sich stabil, besonders der Holzbau. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Struktur breit aufgestellt.

Große Industriebetriebe wie KTM prägen die Region, doch viele kleinere und mittlere Unternehmen tragen die Entwicklung mit. Diese Betriebe federn Schwächen einzelner Branchen ab.

Industrie und Handel unter Druck

Nicht alle Bereiche entwickeln sich gleich. Vor allem die Industrie sowie der stationäre Handel stehen unter Druck. Einzelne Betriebe kämpfen mit steigenden Kosten und unsicheren Rahmenbedingungen.

Als zentrale Herausforderungen nennt Steidl hohe Lohnkosten, zunehmende Bürokratie und Veränderungen am Arbeitsmarkt.

Arbeitsmarkt entspannt sich leicht

Der Arbeitsmarkt hat sich zuletzt etwas beruhigt. Nach einer Phase mit starkem Wettbewerb um Arbeitskräfte finden Unternehmen wieder leichter Personal.

Besonders gefragt sind Fachkräfte mit Lehre. Viele Betriebe setzen gezielt auf die duale Ausbildung, um ihren Bedarf langfristig zu sichern.

Fachkräfte bleiben knapp

Trotz leichter Entspannung bleibt der Mangel an Facharbeitern ein zentrales Thema. Vor allem handwerkliche Berufe sind stark gefragt. Dazu zählen Installateure, Spengler oder Beschäftigte im Handel.

Diese Berufe sichern die Grundversorgung im Alltag und bieten stabile Perspektiven.

Mittelstand als Stabilitätsfaktor

Kleine und mittlere Betriebe reagieren flexibel auf Veränderungen. Sie erschließen neue Geschäftsfelder und passen sich rasch an.

Diese Anpassungsfähigkeit stärkt die regionale Wirtschaft. Viele Betriebe entwickeln neue Ideen und bleiben wettbewerbsfähig.

Sorge um Abwanderung der Industrie

Mit Blick auf die Zukunft warnt die Wirtschaftskammer vor einer möglichen Abwanderung von Industriebetrieben. Steigende Kosten und internationale Konkurrenz erhöhen den Druck.

Einmal verlorene Betriebe kehren meist nicht zurück. Daher fordert die Wirtschaftskammer rasche politische Maßnahmen zur Stärkung des Standorts.

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