Josef Malzer, Gründer des Energiestammtischs Schlüßlberg, spricht im HT1-Podcast über den Ausbau der Windkraft in Oberösterreich. Dabei geht es unter anderem um den geplanten Windpark Kobernaußerwald, die Energiewende und die regionale Stromversorgung. Malzer fordert eine schnellere Umsetzung von Windkraft-Projekten und sieht darin einen wichtigen Beitrag für mehr Energie-Unabhängigkeit.
Windkraft-Ausbau dauert aus Sicht von Malzer zu lange
Im Gespräch mit HT1 äußert Josef Malzer Kritik an den langen Verfahren beim Ausbau der Windkraft. Als Beispiel nennt er den geplanten Windpark Kobernaußerwald, über den seit Jahren diskutiert wird.
Malzer verweist auf die Entwicklung der Photovoltaik. Auch dort habe die Umsetzung anfangs lange gedauert. Heute sei die Technologie weit verbreitet. Für die Windkraft erwartet er eine ähnliche Entwicklung.
„Mir dauert's viel zu lange.“, sagt Malzer im Podcast.
Kritik an Argumenten gegen Windkraft
Windkraft sorgt immer wieder für Diskussionen. Kritiker nennen unter anderem Eingriffe ins Landschaftsbild, Flächenverbrauch und mögliche Auswirkungen auf Vögel.
Malzer sieht einige dieser Argumente kritisch. Er spricht von einer teilweise negativen Stimmung gegenüber Windkraft und verweist darauf, dass auch Photovoltaik-Anlagen anfangs auf Ablehnung gestoßen seien.
Nach seiner Einschätzung werde die Bedeutung der Windkraft für die Energieversorgung künftig stärker anerkannt.
Flächenbedarf und Stromerzeugung
Auch den Flächenverbrauch bewertet Malzer anders als viele Gegner von Windkraft-Anlagen. Nach seinen Angaben benötige ein Windrad nur einen vergleichsweise kleinen Standort. Landwirtschaftliche Flächen könnten bis unmittelbar an die Anlage weiter genutzt werden.
Zugleich verweist er auf die hohe Stromproduktion moderner Windkraft-Anlagen. Diese könne auf kleiner Fläche große Energiemengen liefern.
Speicher als Schlüssel für die Energiewende
Ein weiteres Thema im Podcast ist die Speicherung von Strom. Malzer sieht vor allem Elektroautos als künftigen Bestandteil der Energie-Infrastruktur.
Durch sogenanntes bidirektionales Laden könnten Fahrzeug-Batterien Strom aufnehmen und bei Bedarf wieder ins Netz zurückspeisen. Dadurch ließen sich Stromspitzen besser ausgleichen.
Nach Ansicht von Malzer könnten Speicherlösungen künftig eine wichtige Rolle für die Integration von Wind- und Sonnenenergie übernehmen.
Regionale Wertschöpfung und Energie-Unabhängigkeit
Für Malzer liegt ein wesentlicher Vorteil der Windkraft in der regionalen Stromerzeugung. Wind, Sonne und Wasser stünden kostenlos zur Verfügung. Dadurch könne die Abhängigkeit von importierten Energieträgern reduziert werden.
Er sieht Windkraft deshalb als wichtigen Baustein für die langfristige Versorgungssicherheit und die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Schlüßlberg, Oberösterreich, Kobernaußerwald
Redaktion: Gerald Schlager - Eigentümer und Geschäftsführer
Kamera: HT1 Podcast Studio
Schnitt: Gerald Schlager
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