Das Heereslogistikzentrum Wels baut seine Infrastruktur aus und stärkt die Versorgung des Bundesheeres. Kommandant Oberst Johannes Humer kündigt neue Gebäude, mehr Gerät und zusätzlichen Personalbedarf an. Start für erste Bauprojekte ist 2026 in der Hessen-Kaserne in Wels.
Das Heereslogistikzentrum Wels zählt zu sechs zentralen Standorten der Militärlogistik in Österreich. Es übernimmt Aufgaben in der Instandsetzung, Lagerung und im Transport von militärischem Gerät. Ein Schwerpunkt liegt auf schweren Systemen wie dem Kampfpanzer Leopard und dem Bergepanzer M88A1.
„Heereslogistikzentren sind die Basis der Logistik des österreichischen Bundesheeres“, sagt Kommandant Oberst Johannes Humer. Neben der Reparatur betreut der Standort auch die Lager- und Transportlogistik. Ziel ist eine hohe Einsatzbereitschaft im Ernstfall.
Fokus auf schwere Fahrzeuge
In Wels liegt die Zuständigkeit vor allem bei schweren Fahrzeugen. Dazu zählen Kampfpanzer sowie Berge- und Pionierpanzer. Diese Spezialisierung macht den Standort zu einem wichtigen Teil der militärischen Versorgung.
Ein Unterschied zur zivilen Logistik liegt in der Ausrichtung auf den Einsatz. Das Bundesheer setzt auf Vorräte, Redundanzen und eine möglichst eigenständige Versorgung.
Ausbau im Rahmen von „Bundesheer 2032+“
Mit dem Aufbauplan „Bundesheer 2032+“ investiert das Bundesheer in Geräte, Infrastruktur und Personal. In Wels starten erste Bauprojekte bereits 2026. Geplant ist ein neuer Garagenbereich für Panzer, Lkw und Busse in der Hessen-Kaserne.
Zusätzlich soll ein vollautomatisches Hochregallager entstehen. Damit will das Bundesheer die Lagerlogistik modernisieren und beschleunigen.
Humer betont die Bedeutung dieser Investitionen: „Der Knackpunkt ist sicher das Personal, aber die Infrastruktur dürfen wir dabei auch nicht vergessen.“
Großer Arbeitgeber und Lehrlingsausbilder
Das Heereslogistikzentrum ist auch ein wichtiger Arbeitgeber in der Region Wels. Neben militärischem Personal arbeiten dort viele Zivilbedienstete in technischen und logistischen Berufen.
Besonders stark ist die Lehrlingsausbildung. Mehr als 200 Lehrlinge wurden bereits in über 13 Berufen ausgebildet. Eine eigene Lehrwerkstätte ermöglicht zusätzlich Kooperationen mit Betrieben aus der Wirtschaft.
Weitere Infos zur Ausbildung gibt es unter:
https://pulse.ly/szu7yplety Personal bleibt größte Herausforderung
Mit neuen Gebäuden und mehr Gerät steigt auch der Bedarf an Personal. Gesucht werden Fachkräfte in der Instandsetzung, Lagerlogistik und technischen Abnahme.
Für Humer bleibt das eine Daueraufgabe: Personalgewinnung, Ausbildung und Nachbesetzung stehen im Fokus seiner Arbeit als Kommandant.
Tag der offenen Tür 2027 geplant
Die Hessen-Kaserne öffnet auch wieder ihre Tore für die Bevölkerung. Der nächste Tag der offenen Tür ist für den 11. September 2027 geplant.
Wels, St. Pölten
Redaktion: Gerald Schlager
Kamera: HT1 Studio
Schnitt: Gerald Schlager
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