Der Wasserverband Grieskirchen und Umgebung setzt gemeinsam mit den Gemeinden Grieskirchen, St. Georgen bei Grieskirchen und Tollet weiterhin auf eine Wassersparverordnung. Grund sind sinkende Grundwasserstände und eine angespannte Versorgungslage. Ziel der Maßnahmen ist es, die Trinkwasserversorgung für rund 8.000 Menschen auch in den Sommermonaten sicherzustellen.
Sinkende Grundwasserstände erfordern Maßnahmen
Die anhaltend niedrigen Grundwasserstände stellen die Trinkwasserversorgung zunehmend vor Herausforderungen. Deshalb beschlossen die drei Mitgliedsgemeinden eine Wassersparverordnung. Verboten sind unter anderem das Befüllen von Pools, das Autowaschen, die großflächige Rasenbewässerung sowie bestimmte Reinigungsarbeiten.
Obfrau Maria Pachner betont die Bedeutung der Vorsorgemaßnahme: „Wichtig ist, dass wenn man den Wasserhahn aufdreht, Trinkwasser kommt. Und das wollen wir absichern.“
Wasserverbrauch deutlich gesunken Der Wasserverband versorgt die Gemeinden Grieskirchen, St. Georgen bei Grieskirchen und Tollet über drei Brunnen, eine Quelle sowie einen Fremdwasserbezug aus Gallspach. Rund 100 Kilometer Leitungsnetz beliefern etwa 8.000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie zahlreiche Betriebe.
Laut Geschäftsführer August Wiesinger lag der tägliche Wasserverbrauch beim Inkrafttreten der Verordnung bei rund 1.600 Kubikmetern. Durch die Sparmaßnahmen konnte der Verbrauch um etwa 200 bis 300 Kubikmeter pro Tag gesenkt werden. Dadurch stabilisierten sich die Grundwasserstände auf dem derzeit niedrigen Niveau.
Weitere Wasserquellen werden geprüft Um die Versorgung langfristig abzusichern, arbeitet der Wasserverband an zusätzlichen Lösungen. Geprüft werden ein weiterer Fremdwasserbezug sowie die mögliche Nutzung von Wasser aus bestehenden Brunnen. Dafür laufen derzeit technische Untersuchungen.
Ziel ist es, die Wasserversorgung breiter aufzustellen und die Abhängigkeit von Niederschlägen und Grundwasser zu verringern.
Bewusster Umgang mit Trinkwasser bleibt wichtig Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Wassersparverordnung zumindest über den Sommer hinaus bestehen bleibt. Auch künftig werde ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser notwendig sein.
Maria Pachner appelliert an die Bevölkerung: „Helfen wir zusammen, schauen wir, dass wir auch diese schwierige Zeit gemeinsam überwinden.“ Bereits kleine Maßnahmen wie das Vermeiden unnötigen Wasserverbrauchs oder das vollständige Beladen der Waschmaschine könnten einen wichtigen Beitrag leisten.
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Redaktion: Gerald Schlager
Kamera: HT1 Podcast Studio
Schnitt: Gerald Schlager
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