KOPFING. Die Waldweihnacht am Baumkronenweg verwandelt an fünf Adventswochenenden das Gelände in Kopfing in einen Weihnachtsmarkt im Wald. Besucherinnen und Besucher kommen über einen kerzen- und lichtbeleuchteten Weg zum Markt. Geboten werden Kunsthandwerk, Essen, Musik und Programmpunkte auf der Waldbühne – als besonderer Moment gilt der Auftritt des „fliegenden Christkinds“.
Schon der Weg gehört zum Konzept: Vom Parkplatz startet eine Kutsche, die durch Lichter in den Wald fährt. Entlang der Strecke sind Kerzen und kleine Details aufgebaut, die den Rundgang begleiten.
Der Baumkronenweg setzt dabei auf die Kulisse zwischen den Bäumen. „Ganz einzigartig macht uns natürlich das Ambiente mitten im Wald“, sagt Johannes Schopf von der Geschäftsleitung. Neu sei heuer auch das „fliegende Christkind“, das bei der Waldbühne ankommt.
Zum Auftakt steht Brauchtum im Mittelpunkt. Aperschnalzer treten auf und nehmen auch Kinder und Jugendliche mit. Manuel Oberndorfer von den Aperschnalzern Neukirchen am Walde spricht von rund 60 Mitgliedern, aufgeteilt in mehrere Gruppen – von den Jüngsten ab sechs Jahren bis zu den Erwachsenen. Auch Tanja und Stefanie Oberndorfer erzählen, dass sie schon als Kinder bei Proben dabei waren.
Wenn das Christkind durch die Baumwipfel zur Waldbühne kommt, bleiben viele stehen. „Es ist sehr schön und ein Privileg für mich“, sagt das Christkind – und berichtet, dass Kinder ihm teils leise ihre Wünsche erzählen.
Ein Schwerpunkt ist Handwerk vor Ort: Holzarbeiten, Deko und Figuren entstehen direkt vor den Augen der Gäste. Ricardo aus Kopfing zeigt das Schnitzen und den Bau von Wanderstöcken. Er will das alte Handwerk wieder näherbringen und erzählt, dass Kinder anfangs oft staunen – und dann schnell mitmachen.
Neben Ständen gibt es auch Figuren im Gelände. Kerstin Zöpfl aus Obernberg ist als „Nähhexe“ unterwegs und ergänzt ihren Stand mit einem Walking-Act.
Kulinarisch reicht das Angebot von Warmgetränken bis zu Herzhaftem und Süßem. Martina Fischer aus Oberfranken sagt, sie finde die Mischung aus vielen unterschiedlichen Ständen und dem sichtbaren Handwerk besonders: Man wisse kaum, wo man anfangen soll.
Für Familien sind ruhige Bereiche vorgesehen – etwa mit Stockbrot am Feuer, Geschichten und einem Häuschen zum Zusammensitzen. Am Ende des Rundwegs bringen Kutsche oder Bummelzug die Besucherinnen und Besucher zurück zum Parkplatz.
Kopfing, Neukirchen am Walde, Obernberg, Oberfranken
Redaktion: Reinhard Loher
Kamera: Reinhard Loher
Schnitt: Reinhard Loher
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