Das Vinzentinum Ried feiert sein 50-jähriges Bestehen. Seit dem ersten Ausbildungslehrgang 1976 hat sich die Pflege-Ausbildung am Standort stark verändert. Heute führen mehrere Ausbildungswege in Pflege- und Gesundheitsberufe und ermöglichen einen direkten Einstieg in die regionale Gesundheitsversorgung. Vom ersten Lehrgang zum Ausbildungs-Campus 1976 startete am Vinzentinum Ried der erste Ausbildungslehrgang für Gesundheits- und Krankenpflege. Eine der damaligen Teilnehmerinnen war Schwester Cordula Kreinecker. Zum Jubiläum blickt sie auf fünf Jahrzehnte Entwicklung zurück.
„Ich bin wirklich sehr erfreut, wie sich die Krankenpflege-Schule in den letzten fünf Jahrzehnten entwickelt hat“, sagt Kreinecker. Sowohl die Inhalte als auch die Führung und der gesamte Campus hätten sich laufend verändert. Heute sei die Ausbildung dort angekommen, wo eine moderne Pflege-Ausbildung sein müsse.
Mehrere Wege führen in die Pflege Auch die Ausbildungswege haben sich verändert. Interessierte müssen sich nicht von Beginn an auf einen einzigen Karriereweg festlegen. Möglich ist etwa ein Einstieg über die Pflegeassistenz. Danach können die Pflegefachassistenz und ein Studium für Gesundheits- und Krankenpflege folgen.
Direktor Michael Pagani sieht darin eine wichtige Stärke der Ausbildung. Junge Menschen könnten sich grundsätzlich für die Pflege entscheiden und anschließend Schritt für Schritt ihren weiteren Berufsweg wählen.
Wie vielfältig der Beruf ist, zeigt auch die Arbeit im Krankenhaus. Einsatzbereiche reichen von der Geburtenstation über die Kinder- und Psychiatrie-Bereiche bis zur Palliativversorgung. Zudem ermöglichen weitere Ausbildungen einen Wechsel zwischen unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern.
Ausbildung direkt in der Region Für Lara Briglauer, die sich im zweiten Ausbildungsjahr befindet, bietet die Ausbildung neben fachlichem Wissen auch persönliche Entwicklung. Sie schätzt zudem die Gemeinschaft am Standort.
Absolvent Harison Safidy Rajaonison hat sich ebenfalls für einen beruflichen Weg in der Pflege entschieden. Nach seiner abgeschlossenen Ausbildung setzt er seinen Weg mit einem Studium für Gesundheits- und Krankenpflege fort.
Pflegekräfte werden dabei nicht nur im Krankenhaus gebraucht. Durch kürzere Aufenthalte im Spital gewinnen auch vor- und nachgelagerte Angebote in der Pflege, Begleitung und Therapie an Bedeutung.
Mag. Johann Minihuber, MBA, Geschäftsführer des Krankenhauses Barmherzige Schwestern Ried, sieht deshalb Bildung und Gesundheit als zentrale Bereiche für die Zukunft. Die Ausbildung am Standort sei für die Region wichtig, weil Fachkräfte vor Ort ausgebildet werden und anschließend in unterschiedlichen Bereichen der Versorgung arbeiten können.
Auch Schwester Cordula Kreinecker betont diesen regionalen Aspekt. Junge Menschen müssten für ihre Ausbildung nicht weit wegfahren und könnten später auch in der Region einen Arbeitsplatz finden.
50 Jahre nach dem ersten Lehrgang haben sich damit Ausbildungswege, Anforderungen und Berufsbilder deutlich verändert. Geblieben ist der Schwerpunkt auf Gesundheits- und Pflegeberufen sowie die Ausbildung von Fachkräften direkt in Ried.
Weitere Informationen:
https://pulse.ly/uzanskntgz Ried im Innkreis
Redaktion: Kati Hochhold
Kamera: Andreas Bluschke
Schnitt: Kati Hochhold
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