Im Bezirk Braunau ist der Spatenstich für den zweiten und dritten Bauabschnitt der Umfahrung Mattighofen-Munderfing erfolgt. Das Projekt umfasst 5,63 Kilometer neue Straße und ein Investitionsvolumen von 46 Millionen Euro. Ziel ist die Entlastung des Ortskerns und mehr Verkehrssicherheit in Mattighofen.
Im Zentrum von Mattighofen rollt derzeit der gesamte Durchzugsverkehr. Mit der neuen Umfahrung soll sich das ändern. Der zweite und dritte Bauabschnitt startet jetzt offiziell mit dem Spatenstich.
Die Planungen für das Projekt reichen bis in die 1970er Jahre zurück. Seit 2015 und 2017 laufen konkrete Verfahren. Immer wieder kommt es zu Einsprüchen und Verzögerungen. Nun startet die Umsetzung eines zentralen Infrastrukturprojekts für den Bezirk Braunau.
Landesrat Günther Steinkellner betont die Bedeutung für die Region:
„Ich brauche rasche, gute infrastrukturelle Verbindungen, damit sich die Wirtschaft weiter entwickeln kann“, sagt Steinkellner. Er verweist dabei auch auf große Investitionen im Bezirk und die Rolle der Verkehrsanbindung für künftiges Wachstum.
Auch die wirtschaftliche Perspektive spielt eine zentrale Rolle. Landeshauptmann Thomas Stelzer hebt die Wirkung für Standort und Lebensqualität hervor:
„Die Entlastung liegt auf der Hand, wenn der Schwerverkehr aus dem Stadtkern herausgenommen wird. Dann kann sich dort Lebensqualität entwickeln. Ein sicherer und flüssiger Verkehr ist für den Wirtschaftsstandort eine große Unterstützung“, so Stelzer.
Der Landtagsabgeordnete David Schießl beschreibt die aktuelle Situation im Ortsgebiet deutlich. Besonders zu Stoßzeiten komme es zu massiven Verkehrsproblemen im Zentrum von Mattighofen. Die neue Trasse soll genau dort entlasten und die Aufenthaltsqualität im Ort verbessern.
Die neue Umfahrung hat eine Länge von 5,63 Kilometern. Sie schließt im Süden an die bestehende Umfahrung Munderfing an und führt entlang der Bahnstrecke. Mehrere Brücken und Querungen sind Teil des Bauprojekts. Im Norden bindet die Trasse über einen Kreisverkehr wieder in die B147 ein.
Martin Pöcheim, Leiter der Direktion Straßenbau und Verkehr, erklärt den Verlauf: Die Strecke führt entlang der Mattigtalbahn, quert Gewässer und bindet bei Mattighofen Nord wieder in das bestehende Straßennetz ein.
Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 46 Millionen Euro. Bei planmäßigem Verlauf sollen 2027 die ersten Fahrzeuge über die neue Umfahrung rollen.
Mattighofen, Munderfing, Bezirk Braunau
Redaktion: Tamara Zopf
Kamera: Reinhard Loher
Schnitt: Tamara Zopf
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