Solar-Pionier Johann Messenböck blickt auf 40 Jahre Energiewende zurück

Solar-Pionier Johann Messenböck blickt auf 40 Jahre Energiewende zurück

Zwei Männer sprechen in einem Podcast über 40 Jahre Solarbewegung. Im Hintergrund sind technische Geräte sichtbar. Text in der Bildmitte kündigt die Episode mit Hans Messsenböck an.
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Grieskirchen
06.08.2026
Vor dem Jubiläumstreffen der österreichischen Solarbewegung spricht Energiepionier Johann Messenböck im HT1 Podcast Studio über die Anfänge der Solarenergie, die Entwicklung der Branche und seinen Blick in die Zukunft. Das Treffen der Wegbegleiter findet am 22. August statt und soll vier Jahrzehnte Solarbewegung in Österreich würdigen.

Eine Photovoltaik- oder Solaranlage auf dem Hausdach gehört heute für viele zum Alltag. Vor rund 40 Jahren war das noch anders. Johann Messenböck aus Meggenhofen zählt zu den Pionieren der österreichischen Solarbewegung und erinnert sich im HT1-Podcast an die Anfänge.
Den Ausgangspunkt bildeten Umweltprobleme wie Waldsterben, saurer Regen und der Umgang mit Gentechnik. Gemeinsam mit anderen engagierten jungen Menschen setzte sich Messenböck zunächst mit Protestaktionen für mehr Umweltbewusstsein ein.
Ein prägender Moment war eine Begegnung mit Bischof Maximilian Aichern. Dessen Rat veränderte den weiteren Weg der Gruppe. Messenböck erinnert sich an dessen Worte: „Ihr seid super Burschen, aber ihr sollt für was sein, nicht nur gegen was.“

Startschuss für die Solarbewegung

Aus dieser Haltung entstanden ab 1983 die ersten Energiewerkwochen. Anfangs wurden Materialien für einzelne Solarthermie-Anlagen beschafft. Schon kurze Zeit später entstanden gemeinsame Bestellungen für 25 und schließlich 125 Anlagen.
Messenböck bezeichnet diese Entwicklung als eigentlichen Start der Solarbewegung. In den folgenden Jahren hielt er nach eigenen Angaben rund 1.000 Vorträge in Österreich sowie in Bayern und Baden-Württemberg.

Mehr als 100 Unternehmen entstanden

Aus den Selbstbaukursen entwickelte sich eine breite Bewegung. Viele Teilnehmer gründeten später eigene Betriebe für Solartechnik, Regelungstechnik oder Photovoltaik.
Nach Einschätzung Messenböcks gingen daraus mehr als 100 Unternehmen im deutschsprachigen Raum hervor. Parallel entwickelte sich die Technik von Solarthermie über Heizungsunterstützung bis hin zu modernen Photovoltaik-Anlagen mit Speichersystemen kontinuierlich weiter.

Treffen der Wegbereiter

Am 22. August lädt Johann Messenböck zahlreiche Wegbegleiter der ersten Solarbewegung zu einem geschlossenen Jubiläumstreffen ein. Dort soll auf die vergangenen Jahrzehnte zurückgeblickt und über die zukünftige Entwicklung der erneuerbaren Energien diskutiert werden.
Für Gesprächsstoff soll auch ein besonderer Fund sorgen, den Messenböck bei einer Gebäudesanierung gemacht hat. Details dazu möchte er jedoch erst beim Treffen bekannt geben.

Positiver Blick in die Zukunft

Für die kommenden Jahrzehnte zeigt sich der Energiepionier optimistisch. Er ist überzeugt, dass erneuerbare Energien künftig den Energiebedarf weitgehend decken können.
„Auf die Erdoberfläche scheint so viel Sonne. Wir haben so viel erneuerbare Energie, es geht nur darum, sie zu nutzen“, sagt Messenböck.

Meggenhofen, Oberösterreich, Bayern, Baden-Württemberg, Oststeiermark, Lambach

Moderation: Gerald Schlager
Redaktion: Gerald Schlager
Kamera: HT1 Podcast Studio
Schnitt: Gerald Schlager

‎Folge dem Kanal HT1 - Das schau ich mir an! auf WhatsApp: https://pulse.ly/7hrrsumgre

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Grieskirchen
06.08.2026
Vor dem Jubiläumstreffen der österreichischen Solarbewegung spricht Energiepionier Johann Messenböck im HT1 Podcast Studio über die Anfänge der Solarenergie, die Entwicklung der Branche und seinen Blick in die Zukunft. Das Treffen der Wegbegleiter findet am 22. August statt und soll vier Jahrzehnte Solarbewegung in Österreich würdigen.

Eine Photovoltaik- oder Solaranlage auf dem Hausdach gehört heute für viele zum Alltag. Vor rund 40 Jahren war das noch anders. Johann Messenböck aus Meggenhofen zählt zu den Pionieren der österreichischen Solarbewegung und erinnert sich im HT1-Podcast an die Anfänge.
Den Ausgangspunkt bildeten Umweltprobleme wie Waldsterben, saurer Regen und der Umgang mit Gentechnik. Gemeinsam mit anderen engagierten jungen Menschen setzte sich Messenböck zunächst mit Protestaktionen für mehr Umweltbewusstsein ein.
Ein prägender Moment war eine Begegnung mit Bischof Maximilian Aichern. Dessen Rat veränderte den weiteren Weg der Gruppe. Messenböck erinnert sich an dessen Worte: „Ihr seid super Burschen, aber ihr sollt für was sein, nicht nur gegen was.“

Startschuss für die Solarbewegung

Aus dieser Haltung entstanden ab 1983 die ersten Energiewerkwochen. Anfangs wurden Materialien für einzelne Solarthermie-Anlagen beschafft. Schon kurze Zeit später entstanden gemeinsame Bestellungen für 25 und schließlich 125 Anlagen.
Messenböck bezeichnet diese Entwicklung als eigentlichen Start der Solarbewegung. In den folgenden Jahren hielt er nach eigenen Angaben rund 1.000 Vorträge in Österreich sowie in Bayern und Baden-Württemberg.

Mehr als 100 Unternehmen entstanden

Aus den Selbstbaukursen entwickelte sich eine breite Bewegung. Viele Teilnehmer gründeten später eigene Betriebe für Solartechnik, Regelungstechnik oder Photovoltaik.
Nach Einschätzung Messenböcks gingen daraus mehr als 100 Unternehmen im deutschsprachigen Raum hervor. Parallel entwickelte sich die Technik von Solarthermie über Heizungsunterstützung bis hin zu modernen Photovoltaik-Anlagen mit Speichersystemen kontinuierlich weiter.

Treffen der Wegbereiter

Am 22. August lädt Johann Messenböck zahlreiche Wegbegleiter der ersten Solarbewegung zu einem geschlossenen Jubiläumstreffen ein. Dort soll auf die vergangenen Jahrzehnte zurückgeblickt und über die zukünftige Entwicklung der erneuerbaren Energien diskutiert werden.
Für Gesprächsstoff soll auch ein besonderer Fund sorgen, den Messenböck bei einer Gebäudesanierung gemacht hat. Details dazu möchte er jedoch erst beim Treffen bekannt geben.

Positiver Blick in die Zukunft

Für die kommenden Jahrzehnte zeigt sich der Energiepionier optimistisch. Er ist überzeugt, dass erneuerbare Energien künftig den Energiebedarf weitgehend decken können.
„Auf die Erdoberfläche scheint so viel Sonne. Wir haben so viel erneuerbare Energie, es geht nur darum, sie zu nutzen“, sagt Messenböck.

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