Das Peuerbacher Schlosstheater bringt das Lustspiel „Tartüff“ frei nach Molière auf die Bühne. Premiere ist am 30. Jänner um 19.30 Uhr im Melodium in Peuerbach. Die Inszenierung thematisiert Betrug, Macht und Heuchelei – Motive, die bis heute aktuell sind. Ein Stoff aus dem 17. Jahrhundert mit Gegenwartsbezug „Tartuffe“ zählt zu den bekanntesten Komödien der Theaterliteratur. Im Mittelpunkt steht ein scheinbar frommer Mann, der sich das Vertrauen des wohlhabenden Bürgers Orgon erschleicht. Orgon unterwirft sich ihm zunehmend, will ihm sogar seine Tochter zur Frau geben und wendet sich von seiner eigenen Familie ab.
Erst seine Frau Elmire erkennt den Betrug. Mit einer List entlarvt sie Tartüff. Zu diesem Zeitpunkt hat dieser bereits versucht, die Familie aus dem eigenen Haus zu drängen.
Rollen und Figuren klar gezeichnet Reinhold Entholzer spielt die Titelrolle des Tartüff. Stefan Pimmingstorfer steht als Orgon auf der Bühne. Gabi Leitner verkörpert das Kammermädchen Dorine, das die Vorgänge von Beginn an durchschaut. Klara Altmann übernimmt die Rollen im Jahr 2026 von Mira & Nova.
Regisseurin Brigitte Wiesinger betont den zeitlosen Kern des Stücks: „Betrug funktioniert nur dort, wo Menschen bereit sind, sich täuschen zu lassen.“ Die Aussage fasst die zentrale Botschaft der Inszenierung zusammen.
Inszenierung mit zweiter Spielfläche Regie und Gesamtleitung liegen bei Brigitte und Herbert Wiesinger. Insgesamt wirken 17 Darstellerinnen und Darsteller mit. Ein prägendes Element der Aufführung ist eine zweite Spielfläche in Form einer eigenen Box, die das Geschehen strukturiert und verdichtet.
Traditionsverein mit langer Geschichte Das Peuerbacher Schlosstheater wurde 1978 nach längerer Pause wiedergegründet. Seither bringt der Verein regelmäßig Schauspielproduktionen auf die Bühne. Obfrau Kornelia Wagner, selbst Schauspielerin, verweist auf die kontinuierliche Arbeit des Ensembles und die lange Theatertradition in Peuerbach.
Aufführungstermine Die Premiere findet am 30. Jänner um 19.30 Uhr statt. Insgesamt ist „Tartüff“ an sieben Terminen bis 8. Februar 2026 im Melodium zu sehen. Prädikat: sehr sehenswert.
Weitere Informationen:
https://www.peuerbacher-schlosstheater.at/ Peuerbach
Redaktion: Margit Rumpfhuber
Kamera: Thomas L. Jenner
Schnitt: Margit Rumpfhuber
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