Oberösterreich: Rund 600.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich

Oberösterreich: Rund 600.000 Menschen engagieren sich ehrenamtlich

Zwei Männer stehen in einem modernen Raum, lächeln in die Kamera und halten Mikrofone. Im Hintergrund sind Fenster und ein Bild eines Baumes. Text über dem Bild: „600.000 Menschen im Ehrenamt - HT1 Podcast mit Gunther Lengauer.“
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Podcast - Studiotalk / Ried
08.03.2026
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Oberösterreich engagiert sich freiwillig. Laut Landtagsabgeordnetem Günther Lengauer leisten rund 600.000 Menschen jede Woche ehrenamtliche Arbeit. Das Engagement reicht von Vereinen bis zu kleinen Initiativen in den Gemeinden.



Ehrenamtliche Arbeit hat in Oberösterreich eine lange Tradition. Rund 600.000 Menschen engagieren sich in Vereinen, Initiativen oder sozialen Projekten. Zusammengerechnet entstehen dadurch etwa 2,8 Millionen Stunden freiwillige Arbeit pro Woche.

Für Günther Lengauer, Landtagsabgeordneter und Ehrenamtssprecher im oberösterreichischen Landtag, ist dieses Engagement ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts. „Das Ehrenamt ist der Kitt einer Gesellschaft. Ohne Ehrenamt wäre vieles nicht möglich“, sagt Lengauer.

Veränderung bei Funktionen in Vereinen
Auch im Vereinsleben zeigt sich ein Wandel. Während früher Funktionärinnen und Funktionäre ihre Aufgaben oft über viele Jahre ausübten, engagieren sich heute viele Menschen projektbezogen oder für einen begrenzten Zeitraum.

Diese Entwicklung sei laut Lengauer nachvollziehbar. Gleichzeitig werde es dadurch schwieriger, langfristige Funktionen zu besetzen. Eine mögliche Lösung sei, Verantwortung stärker im Team zu organisieren. Mehrere Personen teilen sich dabei Aufgaben und entlasten so einzelne Vereinsverantwortliche.

Haftung im Verein selten ein Problem
Viele Menschen zögern, eine Funktion in einem Verein zu übernehmen. Grund dafür sind häufig Sorgen über rechtliche Haftung.

Lengauer sieht diese Bedenken jedoch meist als unbegründet. Eine Haftung entstehe in der Regel nur bei grob fahrlässigem Verhalten. „Man muss im Verein schon fahrlässig handeln, damit überhaupt eine Haftung entsteht. Das kommt sehr selten vor“, erklärt der Ehrenamtssprecher.

Unterstützung bietet dabei die Vereinsakademie Oberösterreich. Dort erhalten Vereinsmitglieder Schulungen, Beratung und Informationen zum Vereinsrecht. Auch ein Vereinshandbuch mit rechtlichen Tipps steht zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter:
https://pulse.ly/0kwcyhc2zd

Ehrenamtsstrategie des Landes
Seit 2023 gibt es außerdem eine Ehrenamtsstrategie des Landes Oberösterreich. Teil dieser Strategie ist eine neue Ehrenamt-Service-Stelle. Sie bietet Beratung und Informationen für Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen.

Engagement bringt auch persönliche Vorteile
Freiwilliges Engagement ist besonders für junge Menschen interessant. Laut Lengauer kann ehrenamtliche Arbeit auch bei Bewerbungen von Vorteil sein. Arbeitgeber achten zunehmend darauf, ob sich Bewerberinnen und Bewerber gesellschaftlich engagieren.

Neben Vereinen gibt es viele weitere Möglichkeiten, sich einzubringen – etwa in Bibliotheken, Nachbarschaftshilfen oder kulturellen Initiativen. Für Lengauer steht fest: „Viele Menschen engagieren sich, weil sie Sinn stiften wollen, Freude haben und Gemeinschaft erleben.“

Oberösterreich

Redaktion: Gerald Schlager
Kamera: HT1 Studio
Schnitt: Gerald Schlager

‎Folge dem Kanal HT1 - Das schau ich mir an! auf WhatsApp: https://pulse.ly/7ofkojouib

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08.03.2026
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Oberösterreich engagiert sich freiwillig. Laut Landtagsabgeordnetem Günther Lengauer leisten rund 600.000 Menschen jede Woche ehrenamtliche Arbeit. Das Engagement reicht von Vereinen bis zu kleinen Initiativen in den Gemeinden.



Ehrenamtliche Arbeit hat in Oberösterreich eine lange Tradition. Rund 600.000 Menschen engagieren sich in Vereinen, Initiativen oder sozialen Projekten. Zusammengerechnet entstehen dadurch etwa 2,8 Millionen Stunden freiwillige Arbeit pro Woche.

Für Günther Lengauer, Landtagsabgeordneter und Ehrenamtssprecher im oberösterreichischen Landtag, ist dieses Engagement ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts. „Das Ehrenamt ist der Kitt einer Gesellschaft. Ohne Ehrenamt wäre vieles nicht möglich“, sagt Lengauer.

Veränderung bei Funktionen in Vereinen
Auch im Vereinsleben zeigt sich ein Wandel. Während früher Funktionärinnen und Funktionäre ihre Aufgaben oft über viele Jahre ausübten, engagieren sich heute viele Menschen projektbezogen oder für einen begrenzten Zeitraum.

Diese Entwicklung sei laut Lengauer nachvollziehbar. Gleichzeitig werde es dadurch schwieriger, langfristige Funktionen zu besetzen. Eine mögliche Lösung sei, Verantwortung stärker im Team zu organisieren. Mehrere Personen teilen sich dabei Aufgaben und entlasten so einzelne Vereinsverantwortliche.

Haftung im Verein selten ein Problem
Viele Menschen zögern, eine Funktion in einem Verein zu übernehmen. Grund dafür sind häufig Sorgen über rechtliche Haftung.

Lengauer sieht diese Bedenken jedoch meist als unbegründet. Eine Haftung entstehe in der Regel nur bei grob fahrlässigem Verhalten. „Man muss im Verein schon fahrlässig handeln, damit überhaupt eine Haftung entsteht. Das kommt sehr selten vor“, erklärt der Ehrenamtssprecher.

Unterstützung bietet dabei die Vereinsakademie Oberösterreich. Dort erhalten Vereinsmitglieder Schulungen, Beratung und Informationen zum Vereinsrecht. Auch ein Vereinshandbuch mit rechtlichen Tipps steht zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter:
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Ehrenamtsstrategie des Landes
Seit 2023 gibt es außerdem eine Ehrenamtsstrategie des Landes Oberösterreich. Teil dieser Strategie ist eine neue Ehrenamt-Service-Stelle. Sie bietet Beratung und Informationen für Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen.

Engagement bringt auch persönliche Vorteile
Freiwilliges Engagement ist besonders für junge Menschen interessant. Laut Lengauer kann ehrenamtliche Arbeit auch bei Bewerbungen von Vorteil sein. Arbeitgeber achten zunehmend darauf, ob sich Bewerberinnen und Bewerber gesellschaftlich engagieren.

Neben Vereinen gibt es viele weitere Möglichkeiten, sich einzubringen – etwa in Bibliotheken, Nachbarschaftshilfen oder kulturellen Initiativen. Für Lengauer steht fest: „Viele Menschen engagieren sich, weil sie Sinn stiften wollen, Freude haben und Gemeinschaft erleben.“

Oberösterreich

Redaktion: Gerald Schlager
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Schnitt: Gerald Schlager

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