Vollbeschäftigung Im Bezirk Grieskirchen. Die Arbeitslosenquote leigt im August 2026 bei 3,5 Prozent. Damit liegt der Bezirk deutlich unter dem oberösterreichischen Schnitt von 5,3 Prozent. Allerdings stehen die Betriebe vor Herausforderungen durch den demografischen Wandel, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
Klein- und Mittelbetriebe, Familienunternehmen und international tätige Firmen prägen den Wirtschaftsstandort Grieskirchen mit bis zu einem Exportanteil von bis zu 90 Prozent. Sie sichern Arbeitsplätze und tragen zur regionalen Wirtschaft bei.
2025 wurden im Bezirk mehr als 300 Unternehmen neu gegründet oder übernommen. Damit entstehen weitere Betriebe, die künftig Arbeitsplätze schaffen können.
Landesrat Achleitner besucht Betriebe
Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner war im Bezirk Grieskirchen unterwegs und besuchte mehrere Betriebe. Stationen waren beispielsweise das Motel Schlafraum in Schlüßlberg, Zauner Industrieanlagen- und Rohrleitungsbau in Wallern sowie Lehner Lifttechnik in Peuerbach.
Die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt ist laut den Angaben im Beitrag stabil. Im August 2026 lag die Arbeitslosenquote im Bezirk bei 3,5 Prozent. Oberösterreich kam im gleichen Zeitraum auf 5,3 Prozent, österreichweit waren es vergleichsweise 7,2 Prozent.
„Was ist Luxus heute? Ein sicherer Arbeitsplatz möglichst nahe am Wohnort“, lautet die zentrale Botschaft.
Bis 2040 fehlen 22% Arbeitskräfte – jede Vierte
Trotz der niedrigen Arbeitslosenquote steht der Wirtschaftsstandort vor einer großen Herausforderung. Der demografische Wandel könnte bis 2040 rund 151.000 Arbeitskräfte kosten. Das entspricht laut den Angaben rund 22 Prozent beziehungsweise etwa jedem vierten Beschäftigten.
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sollen Unternehmen dabei unterstützen. Gleichzeitig setzt das Land Oberösterreich auf Qualifikation. Dafür werden 400 Millionen Euro in 100.000 Qualifikationsprogrammen investiert.
Wirtschaft soll wieder wachsen
Oberösterreich erlebt eine Trendwende und kommt nach drei Jahren Rezession erstmals wieder auf Wachstumskurs. Für 2026 wird ein Wirtschaftswachstum von rund einem Prozent erwartet.
Investitionen von Unternehmen wie BMW, TGW, Siemens Energy, FACC und Google sollen den Wirtschaftsstandort Oberösterreich stärken.
Ortskerne und Boden im Fokus
91,4 Prozent der Fläche im Bezirk Grieskirchen sind Grünland. Der Schutz des Bodens soll daher eine wichtige Rolle spielen.
Gleichzeitig sollen Leerstände und Brachflächen genutzt sowie Orts- und Stadtkerne belebt werden. 20 der 33 Gemeinden im Bezirk sind Teil der Dorf- und Stadtentwicklung. 15 Gemeinden arbeiten aktiv mit. In den vergangenen fünf Jahren wurden 39 Projekte umgesetzt. Dazu zählt die Ortszentrumsentwicklung in Pollham mit neuem Dorfplatz, ausgezeichnet mit dem OÖ Ortsbildpreis. In Michaelnbach wurde der Ortsplatz neu gestaltet und die Wirtshaus-Kultur belebt.
Touristisch punkten beispielsweise Bad Schallerbach, Natternbach und Rottenbach. Sportstätten im Bezirk werden saniert und ausgebaut.
Der Bezirk Grieskirchen verbindet seinen starken Arbeitsmarkt mit Maßnahmen zur Entwicklung der Gemeinden und zur Sicherung der Lebensqualität.
Grieskirchen, Schlüßlberg, Wallern, Peuerbach, Michaelnbach, Pollham, Bad Schallerbach, Natternbach, Rottenbach
Redaktion: Margit Rumpfhuber
Kamera: Thomas L. Jenner
Schnitt: Margit Rumpfhuber
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