Das Innviertel gilt als starke Industrie-Region in Europa. Im HT1-Podcast erklärt Andreas Fill, Geschäftsführer von Fill Maschinenbau in Gurten und Sprecher von Hotspot Innviertel, wie das Netzwerk seit 2014 Fachkräfte sichert, Bildung stärkt und Betriebe verbindet.
Das Netzwerk entstand aus einem Projekt der Wirtschaftskammer Ried im Jahr 2012. Ziel war es, auf den drohenden Mangel von rund 4.000 Fachkräften bis 2030 zu reagieren. Daraus entwickelte sich eine Initiative für das gesamte Innviertel mit Beteiligten aus den Bezirken Ried, Braunau und Schärding.
250 Mitglieder im Netzwerk Heute zählt Hotspot Innviertel rund 250 Mitglieder. Darunter sind Unternehmen, Schulen und Institutionen. Ziel ist es, die Region als Arbeits- und Lebensraum sichtbar zu machen und Betriebe stärker zu vernetzen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft. Dafür entstand ein Bildungs-Katalog mit rund 200 Angeboten. Schulen können Workshops, Seminare und Exkursionen direkt bei Unternehmen buchen.
Andreas Fill sagt dazu: „Wenn junge Menschen nicht wissen, welche Betriebe es in der Region gibt, dann ist das ein Problem.“ Deshalb sollen Schülerinnen und Schüler nicht nur einzelne Firmen kennenlernen, sondern eine breite Auswahl an Betrieben.
Starke Ausbildung im Innviertel Die Region bietet ein dichtes Bildungs-Netz. Im Umkreis von 40 Kilometern gibt es mehrere HTLs mit Schwerpunkten wie Maschinenbau, Elektro-Technik, Kunststoff-Technik und IT. Dazu kommen Volks-Schulen, Mittel-Schulen und Gymnasien.
Laut Fill ist das ein klarer Standort-Vorteil im internationalen Vergleich. Besonders die Lehrlings-Ausbildung hat im Innviertel einen hohen Stellenwert. Auch internationale Delegationen zeigen Interesse an diesem Modell.
Digitalisierung als Herausforderung Ein zentrales Thema bleibt die Digitalisierung. Lehrinhalte müssen laufend angepasst werden. Die Anforderungen ändern sich deutlich schneller als früher.
Fill sieht hier weiteren Bedarf in der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben. Diese Kooperation soll weiter ausgebaut werden.
Neue Formate und Veranstaltungen geplant Hotspot Innviertel setzt weiterhin auf Vernetzung. Geplant sind viele Veranstaltungen wie Speed-Dating-Formate für Führungskräfte sowie Gesprächs-Reihen zu Themen wie Kultur oder Kinder-Betreuung.
Ziel bleibt es, die Lebens-Qualität im Innviertel zu sichern und die wirtschaftliche Stärke der Region sichtbar zu machen.
Weitere Infos:
https://pulse.ly/2paf9rmtnu Gurten, Ried, Braunau, Schärding
Redaktion: Gerald Schlager
Kamera: HT1 Podcast Studio
Gestaltung: Gerald Schlager
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