Holz-Kraftwerk nimmt in Wallern an der Trattnach Betrieb auf & erzeugt Strom, Wärme und grüne Kohle

Holz-Kraftwerk nimmt in Wallern an der Trattnach Betrieb auf & erzeugt Strom, Wärme und grüne Kohle

Mann spricht vor einer Anlage zur Holzgasproduktion. Im Hintergrund sind Holzstapel und große Maschinen sichtbar. Text: "Strom und Wärme aus Holzgas, Wallern an der Trattnach."
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Grieskirchen
01.05.2026
In Wallern an der Trattnach ist ein neues Holz-Kraftwerk nach rund 35 Wochen Bauzeit in Betrieb gegangen. Die Anlage produziert Strom, Wärme und grüne Kohle aus regionalem Holz. Ziel ist eine bessere Nutzung von Klärschlamm und eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Energie und CO₂-Speicherung.



Neues Kraftwerk als Teil der Energie-Infrastruktur
In Wallern an der Trattnach ist ein neues Holz-Kraftwerk nach rund 35 Wochen Bauzeit in Betrieb gegangen. Beim Tag der offenen Tür, gemeinsam mit dem Reinhaltungsverband Trattnachtal, wird die Anlage offiziell präsentiert.
Die Betreiber setzen auf eine Kombination aus Strom- und Wärmeerzeugung. Gleichzeitig dient das System als Wärmequelle für die Klärschlamm-Trocknung am Standort.
Dominik Richtsteiger, Obmann des Reinhaltungsverbands Trattnachtal, erklärt die Ausgangslage: „Wir stehen seit 2021 vor der Herausforderung, Klärschlamm sinnvoll zu verwerten. Dafür braucht es ausreichend Wärmequellen. Unser Heizkraftwerk liefert diese Basis und erzeugt zusätzlich Strom aus Holz-Gas.“

Technik: Rückwärtskraftwerk mit Holz als Energiequelle
Das neue System arbeitet als sogenanntes Rückwärtskraftwerk. Dabei wird Holz nicht nur verbrannt, sondern technisch weiterverarbeitet.
Marcel Huber, Geschäftsführer der Syncraft GmbH, beschreibt den Ansatz so:
„Es ist ein umgekehrtes Kohlekraftwerk. Statt fossiler Kohle nutzen wir Holz, erzeugen Strom und Wärme und gewinnen am Ende Kohlenstoff zurück.“
Die Anlage läuft in mehreren Schritten. Zuerst wird das Holz auf rund 450 Grad erhitzt. Danach folgt ein Schwebebettreaktor. Dort entsteht Holz-Gas, das gereinigt und weiterverarbeitet wird.
Daniel Schürz, Geschäftsführer der Biogas Trattnachtal GmbH, erklärt den Ablauf:
„Nach der Gasreinigung geht das Gas in den Motor. Dort entstehen Strom und Wärme für die Klärschlamm-Trocknung. Am Ende bleibt eine grüne Kohle übrig, die weiterverwertet wird.“

Regionale Rohstoffe und CO₂-Speicherung
Für den Betrieb wird ausschließlich regionales Holz genutzt. Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region.
Ein zusätzlicher Effekt entsteht bei der Produktion der Kohle. Laut Betreiber werden rund 1.600 Tonnen CO₂ langfristig in der Kohle gebunden.
Die grüne Kohle wird anschließend weiterverarbeitet und in verschiedenen Bereichen eingesetzt.

Vorzeigeprojekt für Kreislaufwirtschaft
Politik und Wirtschaft sehen das Projekt als Beispiel für moderne Energietechnik.
Laurenz Pöttinger, Energiesprecher im Parlament, sagt:
„Das ist ein Vorzeigeprojekt für ganz Europa.“
Sabine Binder, Zweite Präsidentin des Oberösterreichischen Landtags, ergänzt:
„Die entstandene Kreislaufwirtschaft zeigt, wie Energie effizient genutzt werden kann und wirkt als Impuls für andere Regionen.“
Auch Max Hiegelsberger, Präsident des Oberösterreichischen Landtags, betont die Bedeutung:
„Der Standort zeigt, was durch Innovation und Zusammenarbeit möglich ist.“

Ausbau und Weiterentwicklung geplant
Die Anlage soll in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden. Im Fokus steht die Modernisierung der Kläranlage sowie eine technische Erweiterung.
Der Reinhaltungsverband plant zusätzliche Schritte, um die Anlage auf aktuellen Stand der Technik zu bringen.

Wallern an der Trattnach

Redaktion, Kamera, Schnitt
Redaktion: Tamara Zopf
Kamera: Andreas Bluschke
Schnitt: Tamara Zopf


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In Wallern an der Trattnach ist ein neues Holz-Kraftwerk nach rund 35 Wochen Bauzeit in Betrieb gegangen. Die Anlage produziert Strom, Wärme und grüne Kohle aus regionalem Holz. Ziel ist eine bessere Nutzung von Klärschlamm und eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Energie und CO₂-Speicherung.



Neues Kraftwerk als Teil der Energie-Infrastruktur
In Wallern an der Trattnach ist ein neues Holz-Kraftwerk nach rund 35 Wochen Bauzeit in Betrieb gegangen. Beim Tag der offenen Tür, gemeinsam mit dem Reinhaltungsverband Trattnachtal, wird die Anlage offiziell präsentiert.
Die Betreiber setzen auf eine Kombination aus Strom- und Wärmeerzeugung. Gleichzeitig dient das System als Wärmequelle für die Klärschlamm-Trocknung am Standort.
Dominik Richtsteiger, Obmann des Reinhaltungsverbands Trattnachtal, erklärt die Ausgangslage: „Wir stehen seit 2021 vor der Herausforderung, Klärschlamm sinnvoll zu verwerten. Dafür braucht es ausreichend Wärmequellen. Unser Heizkraftwerk liefert diese Basis und erzeugt zusätzlich Strom aus Holz-Gas.“

Technik: Rückwärtskraftwerk mit Holz als Energiequelle
Das neue System arbeitet als sogenanntes Rückwärtskraftwerk. Dabei wird Holz nicht nur verbrannt, sondern technisch weiterverarbeitet.
Marcel Huber, Geschäftsführer der Syncraft GmbH, beschreibt den Ansatz so:
„Es ist ein umgekehrtes Kohlekraftwerk. Statt fossiler Kohle nutzen wir Holz, erzeugen Strom und Wärme und gewinnen am Ende Kohlenstoff zurück.“
Die Anlage läuft in mehreren Schritten. Zuerst wird das Holz auf rund 450 Grad erhitzt. Danach folgt ein Schwebebettreaktor. Dort entsteht Holz-Gas, das gereinigt und weiterverarbeitet wird.
Daniel Schürz, Geschäftsführer der Biogas Trattnachtal GmbH, erklärt den Ablauf:
„Nach der Gasreinigung geht das Gas in den Motor. Dort entstehen Strom und Wärme für die Klärschlamm-Trocknung. Am Ende bleibt eine grüne Kohle übrig, die weiterverwertet wird.“

Regionale Rohstoffe und CO₂-Speicherung
Für den Betrieb wird ausschließlich regionales Holz genutzt. Damit bleibt die Wertschöpfung in der Region.
Ein zusätzlicher Effekt entsteht bei der Produktion der Kohle. Laut Betreiber werden rund 1.600 Tonnen CO₂ langfristig in der Kohle gebunden.
Die grüne Kohle wird anschließend weiterverarbeitet und in verschiedenen Bereichen eingesetzt.

Vorzeigeprojekt für Kreislaufwirtschaft
Politik und Wirtschaft sehen das Projekt als Beispiel für moderne Energietechnik.
Laurenz Pöttinger, Energiesprecher im Parlament, sagt:
„Das ist ein Vorzeigeprojekt für ganz Europa.“
Sabine Binder, Zweite Präsidentin des Oberösterreichischen Landtags, ergänzt:
„Die entstandene Kreislaufwirtschaft zeigt, wie Energie effizient genutzt werden kann und wirkt als Impuls für andere Regionen.“
Auch Max Hiegelsberger, Präsident des Oberösterreichischen Landtags, betont die Bedeutung:
„Der Standort zeigt, was durch Innovation und Zusammenarbeit möglich ist.“

Ausbau und Weiterentwicklung geplant
Die Anlage soll in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden. Im Fokus steht die Modernisierung der Kläranlage sowie eine technische Erweiterung.
Der Reinhaltungsverband plant zusätzliche Schritte, um die Anlage auf aktuellen Stand der Technik zu bringen.

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