Gabriele Seidl übernimmt Seniorenbund in Wels-Stadt mit 100 Prozent

Gabriele Seidl übernimmt Seniorenbund in Wels-Stadt mit 100 Prozent

Ein älterer Herr wird interviewt vor einem Plakat, das Informationen zum 70-jährigen Jubiläum des OÖ Seniorenbundes in Wels enthält. Im Hintergrund sind zahlreiche Zahlen und Daten sichtbar.
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10.03.2026
Der Oberösterreichische Seniorenbund hat in Wels-Stadt seine Bezirksführung neu gewählt. Gabriele Seidl erhielt beim Bezirksseniorentag 2026 alle Stimmen und folgt auf Helmut Koger. Im Jubiläumsjahr zum 70-jährigen Bestehen standen auch die wachsende Bedeutung der Generation 60 plus, Pflege und soziale Sicherheit im Fokus.



Der Oberösterreichische Seniorenbund feiert im Jahr 2026 sein 70-jähriges Bestehen. In Wels kam die Organisation unter dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“ zusammen, um auf ihre Entwicklung seit 1956 zu blicken und aktuelle Themen zu besprechen. Aus einem Beratungsverein nach Einführung des ASVG ist laut Seniorenbund eine landesweite Organisation mit mehr als 77.000 Mitgliedern geworden.

Im Mittelpunkt des Bezirksseniorentages in Wels-Stadt stand die Neuwahl der Führung. Nach vier Jahren legte Helmut Koger sein Amt zurück. Zur neuen Bezirksobfrau wurde Gabriele Seidl mit 100 Prozent der Stimmen gewählt. Das Ergebnis zeigt den geschlossenen Rückhalt in den Welser Ortsgruppen.

Seidl will den Seniorenbund in der Stadt sichtbarer machen und neue Zielgruppen ansprechen. Sie sagte, es brauche mehr öffentliche Präsenz, damit auch jüngere Seniorinnen und Senioren sehen, „was für ein breites Spektrum der Seniorenbund überhaupt bietet“. Gerade in der Stadt müsse die Organisation stärker bekannt gemacht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war die demografische Entwicklung. Bei einer Pressekonferenz verwiesen Landesobmann Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Franz Ebner auf die wachsende Zahl älterer Menschen. In Oberösterreich leben laut Seniorenbund 460.000 Menschen, die älter als 60 Jahre sind. In Wels-Stadt soll ihr Anteil an der Bevölkerung bis 2050 auf 31 Prozent steigen.

Pühringer sieht darin einen klaren politischen Auftrag. Die ältere Generation brauche eine starke Vertretung, damit ihre Anliegen in der Gesellschaft nicht übersehen werden. Zugleich betonte er die Rolle älterer Menschen in der Kinderbetreuung, im Ehrenamt und als Wirtschaftsfaktor.

Auch konkrete Forderungen wurden formuliert. Der Seniorenbund verlangt regelmäßige Pensionserhöhungen und weitere Verbesserungen in der Pflege. Genannt wurden unter anderem die freie Altenheimplatzwahl, bessere Förderungen für die 24-Stunden-Pflege und ein Ausbau der Tagespflege. Zudem soll der Umgang mit digitalen Angeboten stärker unterstützt werden, damit ältere Menschen im Alltag besser begleitet werden.

Zum Jubiläum gibt es in Wels auch einen Blick in die Geschichte der Organisation. Die Wanderausstellung zum 70-jährigen Bestehen ist derzeit in der Raiffeisenbank Wels zu sehen. Ergänzend dazu wurde eine Festchronik mit mehr als 800 Fotos veröffentlicht. Sie dokumentiert die Entwicklung des Seniorenbundes seit 1956.

Wels, Wels-Stadt, Oberösterreich

Redaktion: Reinhard Loher
Kamera: Reinhard Loher
Schnitt: Reinhard Loher

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10.03.2026
Der Oberösterreichische Seniorenbund hat in Wels-Stadt seine Bezirksführung neu gewählt. Gabriele Seidl erhielt beim Bezirksseniorentag 2026 alle Stimmen und folgt auf Helmut Koger. Im Jubiläumsjahr zum 70-jährigen Bestehen standen auch die wachsende Bedeutung der Generation 60 plus, Pflege und soziale Sicherheit im Fokus.



Der Oberösterreichische Seniorenbund feiert im Jahr 2026 sein 70-jähriges Bestehen. In Wels kam die Organisation unter dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“ zusammen, um auf ihre Entwicklung seit 1956 zu blicken und aktuelle Themen zu besprechen. Aus einem Beratungsverein nach Einführung des ASVG ist laut Seniorenbund eine landesweite Organisation mit mehr als 77.000 Mitgliedern geworden.

Im Mittelpunkt des Bezirksseniorentages in Wels-Stadt stand die Neuwahl der Führung. Nach vier Jahren legte Helmut Koger sein Amt zurück. Zur neuen Bezirksobfrau wurde Gabriele Seidl mit 100 Prozent der Stimmen gewählt. Das Ergebnis zeigt den geschlossenen Rückhalt in den Welser Ortsgruppen.

Seidl will den Seniorenbund in der Stadt sichtbarer machen und neue Zielgruppen ansprechen. Sie sagte, es brauche mehr öffentliche Präsenz, damit auch jüngere Seniorinnen und Senioren sehen, „was für ein breites Spektrum der Seniorenbund überhaupt bietet“. Gerade in der Stadt müsse die Organisation stärker bekannt gemacht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war die demografische Entwicklung. Bei einer Pressekonferenz verwiesen Landesobmann Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Franz Ebner auf die wachsende Zahl älterer Menschen. In Oberösterreich leben laut Seniorenbund 460.000 Menschen, die älter als 60 Jahre sind. In Wels-Stadt soll ihr Anteil an der Bevölkerung bis 2050 auf 31 Prozent steigen.

Pühringer sieht darin einen klaren politischen Auftrag. Die ältere Generation brauche eine starke Vertretung, damit ihre Anliegen in der Gesellschaft nicht übersehen werden. Zugleich betonte er die Rolle älterer Menschen in der Kinderbetreuung, im Ehrenamt und als Wirtschaftsfaktor.

Auch konkrete Forderungen wurden formuliert. Der Seniorenbund verlangt regelmäßige Pensionserhöhungen und weitere Verbesserungen in der Pflege. Genannt wurden unter anderem die freie Altenheimplatzwahl, bessere Förderungen für die 24-Stunden-Pflege und ein Ausbau der Tagespflege. Zudem soll der Umgang mit digitalen Angeboten stärker unterstützt werden, damit ältere Menschen im Alltag besser begleitet werden.

Zum Jubiläum gibt es in Wels auch einen Blick in die Geschichte der Organisation. Die Wanderausstellung zum 70-jährigen Bestehen ist derzeit in der Raiffeisenbank Wels zu sehen. Ergänzend dazu wurde eine Festchronik mit mehr als 800 Fotos veröffentlicht. Sie dokumentiert die Entwicklung des Seniorenbundes seit 1956.

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