Brucknerhaus Linz öffnet Türen: Neuer Direktor zeigt Säle und Vision

Brucknerhaus Linz öffnet Türen: Neuer Direktor zeigt Säle und Vision

Drei Männer stehen in einem Konzertsaal des Brucknerhauses in Linz. Im Hintergrund ist die Holzkonstruktion des Veranstaltungsorts sichtbar. Textzeilen erwähnen Musik- und Klangveranstaltungen.
Der Schlager von HT1 / Grieskirchen / OÖ
10.02.2026
Das Brucknerhaus Linz öffnet seine Türen für einen Blick hinter die Kulissen. Der neue künstlerische Direktor Norbert Trawöger führt durch Säle, Backstage-Bereiche und spricht über Musik, Gemeinschaft und die Zukunft des Hauses. Die Führung zeigt, wie das Brucknerhaus seit 2025 künstlerisch neu ausgerichtet wird.

Neues Führungsteam im Brucknerhaus

Norbert Trawöger hat am 18. August 2025 die künstlerische Leitung des Brucknerhauses und der Linzer Veranstaltungsgesellschaft Live übernommen. Gemeinsam mit Kai Liczewski bildet er das neue Führungsteam. Bereits im April 2025 stellte man den gebürtigen Hausruckviertler als Nachfolger von Dietmar Kerschbaum vor.

Musik als Lebensweg

Trawögers Weg zur Musik begann früh. Geprägt durch seine Eltern entwickelte sich aus ersten Instrumenten und eigenen Konzertideen eine berufliche Laufbahn. Entscheidend war kein fixer Plan, sondern Ausprobieren, Zweifel und Weitergehen. „Der Lebensweg entsteht oft im Gehen“, sagt Trawöger während der Führung.

Drei Säle, viele Möglichkeiten

Das Brucknerhaus Linz verfügt über drei Säle. Der mittlere Saal bietet Platz für bis zu 304 Besucherinnen und Besucher und gilt als Startpunkt vieler musikalischer Karrieren. Der große Saal fasst 1.470 Gäste, bietet eine 200 Quadratmeter große Bühne für bis zu 220 Mitwirkende und überzeugt mit exzellenter Akustik. 1974 eröffnete Herbert von Karajan hier das Haus mit den Wiener Philharmonikern.

Architektur und Akustik im Fokus

Die Architektur folgt einer klaren Idee: Öffnung und Konzentration auf die Bühne. Für Trawöger ist das Haus ein Ort des Augenblicks. Musik entstehe hier im Jetzt. Das gemeinsame Erleben stehe im Mittelpunkt, nicht Perfektion allein.

Hinter den Kulissen

Auch abseits der Bühne läuft der Betrieb auf Hochtouren. Garderoben, Büros, Technik und Planung greifen ineinander. Täglich arbeiten Technikerinnen, Musiker und Organisationsteams zusammen, damit Konzerte reibungslos ablaufen. Ein besonderer Ort ist das Dirigentenzimmer – ein Raum der Ruhe und Konzentration vor dem Auftritt.

Orchester als Gemeinschaft

Ein Orchester funktioniere nur als Team, betont Trawöger. „Erfolg entsteht nur, wenn alle aufeinander hören und gemeinsam arbeiten.“ Musikerinnen und Musiker seien Hochleistungsprofis mit jahrzehntelanger Ausbildung. Disziplin, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis seien entscheidend.

Blick in die Zukunft

Für die kommenden Jahre plant das Brucknerhaus große Orchesterzyklen und internationale Kooperationen. Gleichzeitig will Trawöger regionalen Musikerinnen und Musikern mehr Raum geben. Ziel ist ein offenes Haus für alle Generationen – von klassischer Musik über Jazz und Pop bis zu Projekten für junges Publikum.

Herausforderungen im Kulturbetrieb

Wie jeder große Betrieb steht auch das Brucknerhaus vor organisatorischen und finanziellen Herausforderungen. Budget, Zeit und Teamarbeit spielen eine zentrale Rolle. Entscheidend sei, den Fokus nicht zu verlieren: Menschen mit Musik zu erreichen und das Haus lebendig zu halten.

Linz

Redaktion: Tamara Zopf, Gerald Schlager
Kamera: Andreas Bluschke
Schnitt: Tamara Zopf

‎Folge dem Kanal HT1 - Das schau ich mir an! auf WhatsApp: https://pulse.ly/apxqtsbxql

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Der Schlager von HT1 / Grieskirchen / OÖ
10.02.2026
Das Brucknerhaus Linz öffnet seine Türen für einen Blick hinter die Kulissen. Der neue künstlerische Direktor Norbert Trawöger führt durch Säle, Backstage-Bereiche und spricht über Musik, Gemeinschaft und die Zukunft des Hauses. Die Führung zeigt, wie das Brucknerhaus seit 2025 künstlerisch neu ausgerichtet wird.

Neues Führungsteam im Brucknerhaus

Norbert Trawöger hat am 18. August 2025 die künstlerische Leitung des Brucknerhauses und der Linzer Veranstaltungsgesellschaft Live übernommen. Gemeinsam mit Kai Liczewski bildet er das neue Führungsteam. Bereits im April 2025 stellte man den gebürtigen Hausruckviertler als Nachfolger von Dietmar Kerschbaum vor.

Musik als Lebensweg

Trawögers Weg zur Musik begann früh. Geprägt durch seine Eltern entwickelte sich aus ersten Instrumenten und eigenen Konzertideen eine berufliche Laufbahn. Entscheidend war kein fixer Plan, sondern Ausprobieren, Zweifel und Weitergehen. „Der Lebensweg entsteht oft im Gehen“, sagt Trawöger während der Führung.

Drei Säle, viele Möglichkeiten

Das Brucknerhaus Linz verfügt über drei Säle. Der mittlere Saal bietet Platz für bis zu 304 Besucherinnen und Besucher und gilt als Startpunkt vieler musikalischer Karrieren. Der große Saal fasst 1.470 Gäste, bietet eine 200 Quadratmeter große Bühne für bis zu 220 Mitwirkende und überzeugt mit exzellenter Akustik. 1974 eröffnete Herbert von Karajan hier das Haus mit den Wiener Philharmonikern.

Architektur und Akustik im Fokus

Die Architektur folgt einer klaren Idee: Öffnung und Konzentration auf die Bühne. Für Trawöger ist das Haus ein Ort des Augenblicks. Musik entstehe hier im Jetzt. Das gemeinsame Erleben stehe im Mittelpunkt, nicht Perfektion allein.

Hinter den Kulissen

Auch abseits der Bühne läuft der Betrieb auf Hochtouren. Garderoben, Büros, Technik und Planung greifen ineinander. Täglich arbeiten Technikerinnen, Musiker und Organisationsteams zusammen, damit Konzerte reibungslos ablaufen. Ein besonderer Ort ist das Dirigentenzimmer – ein Raum der Ruhe und Konzentration vor dem Auftritt.

Orchester als Gemeinschaft

Ein Orchester funktioniere nur als Team, betont Trawöger. „Erfolg entsteht nur, wenn alle aufeinander hören und gemeinsam arbeiten.“ Musikerinnen und Musiker seien Hochleistungsprofis mit jahrzehntelanger Ausbildung. Disziplin, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis seien entscheidend.

Blick in die Zukunft

Für die kommenden Jahre plant das Brucknerhaus große Orchesterzyklen und internationale Kooperationen. Gleichzeitig will Trawöger regionalen Musikerinnen und Musikern mehr Raum geben. Ziel ist ein offenes Haus für alle Generationen – von klassischer Musik über Jazz und Pop bis zu Projekten für junges Publikum.

Herausforderungen im Kulturbetrieb

Wie jeder große Betrieb steht auch das Brucknerhaus vor organisatorischen und finanziellen Herausforderungen. Budget, Zeit und Teamarbeit spielen eine zentrale Rolle. Entscheidend sei, den Fokus nicht zu verlieren: Menschen mit Musik zu erreichen und das Haus lebendig zu halten.

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