Brigitte Huber-Reiter fordert Ausbau der Primärversorgung im Innviertel

Brigitte Huber-Reiter fordert Ausbau der Primärversorgung im Innviertel

Zwei Personen, ein Mann und eine Frau, lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind verschiedene Gegenstände sichtbar, und ein Text kündigt einen Podcast über das Gesundheitssystem an.
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OÖ / Podcast - Studiotalk / Ried
31.03.2026
Die oberösterreichische Landtagsabgeordnete Brigitte Huber-Reiter (Grüne) spricht im HT1-Podcast über Herausforderungen im Gesundheitssystem. Thema sind Hausarztmangel, Pflegepersonal und überlastete Notaufnahmen. Huber-Reiter sieht vor allem im Ausbau der Primärversorgungszentren und in besserer Patientenlenkung wichtige Lösungen.

Die neue Landtagsabgeordnete Brigitte Huber-Reiter aus Neuhofen im Innkreis beschäftigt sich im oberösterreichischen Landtag vor allem mit den Bereichen Gesundheit, Pflege und Arbeitsmarkt. Im HT1-Podcast spricht sie über ihre neue Rolle und über aktuelle Probleme im Gesundheitssystem.

Huber-Reiter ist seit November im Landtag vertreten. Fixe Termine wie Landtagssitzungen und Ausschüsse strukturieren ihren Arbeitsalltag. Dazwischen stehen Gespräche mit Expertinnen und Experten sowie Termine in der Region.

Österreich hat gutes Gesundheitssystem
Trotz aktueller Diskussionen sieht Huber-Reiter die medizinische Versorgung grundsätzlich positiv.
„Wir haben trotz aller Herausforderungen eines der besten Gesundheitssysteme weltweit“, sagt die Landtagsabgeordnete. Gleichzeitig gebe es aber mehrere Baustellen, vor allem bei der Versorgung im niedergelassenen Bereich.

Mangel an Hausärzten und Pflegepersonal
Besonders im Innviertel sieht Huber-Reiter Handlungsbedarf bei Hausärzten und Fachärzten mit Kassenvertrag. Auch Pflegeberufe sind stark betroffen.
Sowohl in Krankenhäusern als auch in Pflegeheimen fehlen Fachkräfte. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Berufsalltag. Mehr Aufgaben und umfangreiche Dokumentationspflichten sorgen laut Huber-Reiter für zusätzlichen Druck auf das Personal.
Viele Beschäftigte verbringen mittlerweile viel Zeit mit administrativen Tätigkeiten. Ziel müsse sein, digitale Lösungen zu nutzen, damit Pflegekräfte wieder mehr Zeit für Patientinnen und Patienten haben.

Primärversorgungszentren als Zukunftsmodell
Eine wichtige Rolle könnten künftig sogenannte Primärversorgungseinheiten spielen. In diesen Zentren arbeiten mehrere Ärztinnen und Ärzte sowie andere Gesundheitsberufe gemeinsam.
Neben medizinischer Betreuung können dort auch Angebote wie Physiotherapie oder Sozialberatung stattfinden. Dadurch lässt sich laut Huber-Reiter auch Prävention stärker in den Fokus rücken.

Notaufnahmen häufig überlastet
Ein weiteres Problem sind überlastete Notaufnahmen in Krankenhäusern. Schätzungen zufolge suchen zwischen 50 und 70 Prozent der Patientinnen und Patienten die Notaufnahme auf, obwohl eine Behandlung dort nicht notwendig wäre.
Als Lösung sieht Huber-Reiter eine bessere Patientenlenkung. Die telefonische Gesundheitsberatung unter der Nummer 1450 könne dabei helfen, Menschen schneller an die richtige Stelle zu vermitteln.

Verbesserungen bei Pflege und Datenmanagement
Auch im Pflegebereich sieht die Landtagsabgeordnete Verbesserungsbedarf. Besonders nach Krankenhausaufenthalten fehle es oft an ausreichend Kurzzeitpflegeplätzen.
Zudem kritisiert sie fehlende digitale Vernetzung zwischen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten. Häufig werden Daten noch ausgedruckt und weitergegeben, weil Systeme nicht miteinander kompatibel sind.
Ein Ziel für die kommenden Jahre sei daher eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen und eine stärkere Unterstützung für Patientengruppen mit komplexen Erkrankungen wie Long-Covid.

Neuhofen im Innkreis, Grieskirchen, Wels, Oberösterreich

Redaktion: Gerald Schlager
Kamera: HT1 Studio
Schnitt: Gerald Schlager

‎Folge dem Kanal HT1 - Das schau ich mir an! auf WhatsApp: https://pulse.ly/y71yb3uyxp

2600073-001
OÖ / Podcast - Studiotalk / Ried
31.03.2026
Die oberösterreichische Landtagsabgeordnete Brigitte Huber-Reiter (Grüne) spricht im HT1-Podcast über Herausforderungen im Gesundheitssystem. Thema sind Hausarztmangel, Pflegepersonal und überlastete Notaufnahmen. Huber-Reiter sieht vor allem im Ausbau der Primärversorgungszentren und in besserer Patientenlenkung wichtige Lösungen.

Die neue Landtagsabgeordnete Brigitte Huber-Reiter aus Neuhofen im Innkreis beschäftigt sich im oberösterreichischen Landtag vor allem mit den Bereichen Gesundheit, Pflege und Arbeitsmarkt. Im HT1-Podcast spricht sie über ihre neue Rolle und über aktuelle Probleme im Gesundheitssystem.

Huber-Reiter ist seit November im Landtag vertreten. Fixe Termine wie Landtagssitzungen und Ausschüsse strukturieren ihren Arbeitsalltag. Dazwischen stehen Gespräche mit Expertinnen und Experten sowie Termine in der Region.

Österreich hat gutes Gesundheitssystem
Trotz aktueller Diskussionen sieht Huber-Reiter die medizinische Versorgung grundsätzlich positiv.
„Wir haben trotz aller Herausforderungen eines der besten Gesundheitssysteme weltweit“, sagt die Landtagsabgeordnete. Gleichzeitig gebe es aber mehrere Baustellen, vor allem bei der Versorgung im niedergelassenen Bereich.

Mangel an Hausärzten und Pflegepersonal
Besonders im Innviertel sieht Huber-Reiter Handlungsbedarf bei Hausärzten und Fachärzten mit Kassenvertrag. Auch Pflegeberufe sind stark betroffen.
Sowohl in Krankenhäusern als auch in Pflegeheimen fehlen Fachkräfte. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Berufsalltag. Mehr Aufgaben und umfangreiche Dokumentationspflichten sorgen laut Huber-Reiter für zusätzlichen Druck auf das Personal.
Viele Beschäftigte verbringen mittlerweile viel Zeit mit administrativen Tätigkeiten. Ziel müsse sein, digitale Lösungen zu nutzen, damit Pflegekräfte wieder mehr Zeit für Patientinnen und Patienten haben.

Primärversorgungszentren als Zukunftsmodell
Eine wichtige Rolle könnten künftig sogenannte Primärversorgungseinheiten spielen. In diesen Zentren arbeiten mehrere Ärztinnen und Ärzte sowie andere Gesundheitsberufe gemeinsam.
Neben medizinischer Betreuung können dort auch Angebote wie Physiotherapie oder Sozialberatung stattfinden. Dadurch lässt sich laut Huber-Reiter auch Prävention stärker in den Fokus rücken.

Notaufnahmen häufig überlastet
Ein weiteres Problem sind überlastete Notaufnahmen in Krankenhäusern. Schätzungen zufolge suchen zwischen 50 und 70 Prozent der Patientinnen und Patienten die Notaufnahme auf, obwohl eine Behandlung dort nicht notwendig wäre.
Als Lösung sieht Huber-Reiter eine bessere Patientenlenkung. Die telefonische Gesundheitsberatung unter der Nummer 1450 könne dabei helfen, Menschen schneller an die richtige Stelle zu vermitteln.

Verbesserungen bei Pflege und Datenmanagement
Auch im Pflegebereich sieht die Landtagsabgeordnete Verbesserungsbedarf. Besonders nach Krankenhausaufenthalten fehle es oft an ausreichend Kurzzeitpflegeplätzen.
Zudem kritisiert sie fehlende digitale Vernetzung zwischen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten. Häufig werden Daten noch ausgedruckt und weitergegeben, weil Systeme nicht miteinander kompatibel sind.
Ein Ziel für die kommenden Jahre sei daher eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen und eine stärkere Unterstützung für Patientengruppen mit komplexen Erkrankungen wie Long-Covid.

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