Im Museum Innviertler Volkskundehaus in Ried läuft seit Beginn des Biermärz 2026 die Ausstellung „Im Wirtshaus bin i wia z’Haus“. Die Schau zeigt historische Wirtshaus-Kultur, eine „Bierreise“ aus dem Jahr 1913 sowie eine Foto-Serie über bedrohte Gasthäuser. Die Ausstellung ist bis 12. September 2026 zu sehen.
Wirtshaus als sozialer Mittelpunkt
Das „Wiaz’Haus“ steht im Zentrum der Ausstellung. Der Begriff hat doppelte Bedeutung. Er meint das Gasthaus. Und er beschreibt ein Gefühl von Vertrautheit.
Im Wirtshaus wurde gesungen, getanzt und Karten gespielt. Gäste trafen sich zum Kegelscheiben. Das Wirtshaus war Treffpunkt für viele Generationen.
Sieglinde Frohmann, Leiterin des Kulturamts und des Museums in Ried, sagt: „Das Wirtshaus war früher ein zentraler Treffpunkt für alle Generationen und ein wichtiger Ort des Austauschs.“
46 Gaststätten im Jahr 1913
Ein Schwerpunkt ist die „Bierreise“ von 1913. Vier Mitglieder der Rieder Liedertafel besuchten damals alle 46 Gaststätten der Stadt. Sie bewerteten Bier, Bedienung und Atmosphäre.
Die Aufzeichnungen gelten heute als wichtiges Zeit-Dokument. Frohmann hat sie für die Ausstellung neu aufbereitet.
1913 gab es in Ried 46 Wirtshäuser. Auf 150 Einwohner kam ein Gasthaus. Frauen durften Lokale nur in männlicher Begleitung betreten.
Foto-Serie zeigt Leerstand in Oberösterreich
Die in Ried geborene und in Wien lebende Fotografin Karo Pernegger hat in ihrer Serie „Wia z‘haus“ verlassene und bedrohte Gasthäuser für die Ewigkeit festgehalten.
Jedes dritte Gasthaus in Oberösterreich sperrt zu. Die Fotos erinnert an die unvergessliche Wirtshauskultur längst vergangener Tage. Damit macht die Ausstellung deutlich, wie stark sich die Wirtshaus-Landschaft verändert.
Weitere Informationen gibt es unter:
https://pulse.ly/fj2zxfpcbp Ried im Innkreis, Wien
Redaktion: Margit Rumpfhuber
Kamera: Andreas Bluschke
Schnitt: Margit Rumpfhuber
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