Die Agrarpolitik steht unter massivem Druck – und damit auch unsere regionale Lebensmittelversorgung. Präsident Franz Waldenberger spricht im HT1-Podcast Klartext: „Wir kämpfen aktuell an unzähligen Verhandlungsfronten. Die EU plant tiefgreifende Änderungen, die unsere bäuerlichen Betriebe hart treffen würden.“
Kammerdirektor Karl Dietachmair warnt vor einer finanziellen Mogelpackung: „Die EU wirft alle Fördertöpfe in einen großen Topf. Auf dem Papier wirkt das wie ein Plus, tatsächlich bleibt weniger Geld übrig. Das gefährdet Umweltleistungen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft.“
Auch Konsument:innen spüren die Folgen: „Wenn weniger produziert wird, steigen die Lebensmittelpreise“, erklärt Dietachmair. Waldenberger widerspricht dem gängigen Gefühl, Lebensmittel seien unbezahlbar geworden: „Österreich gibt nur 11–12 % des Haushaltsbudgets für Lebensmittel aus. Das ist EU-weit ein Spitzenwert – und unsere Qualität ist enorm hoch.“
Heiß diskutiert bleiben internationale Abkommen wie Mercosur und die Marktöffnung gegenüber der Ukraine. „Unsere Standards sind weltweit die höchsten – aber wir sollen mit Importen konkurrieren, die billiger und mit geringeren Auflagen produziert werden“, warnt Waldenberger.
Sein Appell ist eindeutig: „Wer Klima, Tierwohl und regionale Wertschöpfung unterstützen will, greift zu heimischen Lebensmitteln.“
Oberösterreich, Österreich, Ostösterreich, Grieskirchen, Ried, Schärding, Braunau
Redaktion: Gerald Schlager
Kamera: HT1 Studio
Schnitt: Gerald Schlager
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