Die Schweinehaltung in Österreich steht an einem entscheidenden Punkt. Bei einer Pressekonferenz am 16. Oktober 2025 in Linz machten die Landwirtschaftskammer Oberösterreich (LK OÖ) und der Verband der landwirtschaftlichen Veredelungsproduzenten (VLV) deutlich: Die Branche befindet sich zwischen Strukturwandel, neuen gesetzlichen Anforderungen und wirtschaftlichen Herausforderungen – und sucht nach einem Weg, der Tierwohl und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringt.
Mit rund 2,48 Millionen Schweinen im Land, davon 1,04 Millionen in Oberösterreich, bleibt die Region ein zentraler Pfeiler der heimischen Fleischversorgung. Doch die Zahl der Betriebe sinkt seit Jahren – von 17.500 im Jahr 2000 auf nur noch etwa 4.300. „Wir erleben eine starke Konzentration und Professionalisierung in der Schweinehaltung, aber auch eine wachsende Verunsicherung unter den Betrieben“, betonte LK-Präsident Franz Waldenberger.
Er verwies auf die hohen Investitionen, die die Novelle des Tierschutzgesetzes im Mai 2025 erfordert, und plädierte für eine Phase der Stabilität. „Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen Planungssicherheit und faire Preise. Nur so können sie weiter in moderne, tiergerechte Stallungen investieren.“

