World Games in Chengdu: Bronze für österreichische Männer – Frauen verpassen Medaille


World Games in Chengdu: Bronze für österreichische Männer – Frauen verpassen Medaille Jubel bei den Männern, Enttäuschung bei den Damen: So endeten die World Games für Österreichs Faustball-Nationalteams im chinesischen Chengdu. Während die Männer nach einem hart erkämpften 3:1-Erfolg gegen die Schweiz die Bronzemedaille feiern, bleibt für die Frauen – wie schon 2022 in Birmingham – nur der undankbare vierte Rang.

Männern gelingt Sprung auf Podest Der chinesische Mittag brannte mit fast 35 Grad auf das Spielfeld, als Österreich und die Schweiz um Edelmetall kämpften. Der erste Satz verlief lange ausgeglichen, bis Angreifer Karl Müllehner mit zwei direkten Punkten und einem wuchtigen Rückschlag auf 11:8 stellte. Im zweiten nutzte die Schweiz leichte Eigenfehler der Österreicher und gewannen nach hart umkämpften Ballwechseln mit 12:10. Doch dieser Satzverlust wirkte wie ein Weckruf. Im dritten Durchgang zogen die Rot-Weiß-Roten mit variablen Angriffen und starker Abwehr um Kapitän Elias Walchshofer davon, sicherten sich den Satz mit 11:7.

Satz vier wurde zur Kür – Müllehner schlug immer wieder präzise in die Lücken der Schweizer Defensive, Marcel Wiesinger und Philipp Einsiedler setzten mit schnellen Zuspielen die Akzente. Beim Matchball nach 74 Minuten Spielzeit war es erneut Müllehner, der den Ball versenkte – und Österreich über die Bronzemedaille jubeln ließ! „Es war eine brutale Schlacht!

Eine große Gruppe von Sportlern und Trainern posiert gemeinsam auf einem Rasenplatz, umgeben von bunten Flaggen. Die Teilnehmer tragen unterschiedliche Trikots, einige zeigen Freude und Teamgeist.
Sport Austria 2025 - TWG 2025: , 13.08.2025 Chengdu, Austria. (Photo: Michael Meindl)

Nach der bitteren Halbfinal-Niederlage gegen Deutschland haben wir uns wieder fokussiert und alles rausgeholt“, sagte Walchshofer nach dem Spiel. Teamchef Siegfried Simon zeigte sich stolz und erleichtert: „Die Bedingungen waren teilweise fast unmenschlich. Aber die Jungs haben bewiesen, dass sie in entscheidenden Spielen liefern können. Wir nehmen Bronze mit und setzen den Fokus schon auf unser nächstes Ziel – die EM 2026 in Dänemark.“ Frauen verpassen Medaille erneut Wie schon 2022 in Birmingham beenden Österreichs Faustballerinnen die World Games auf Rang vier. Im Bronze-Duell traf Österreich auf Deutschland – und begann vielversprechend: Früh führten die Österreicherinnen im ersten Satz mit 6:3, ehe eine Serie von Eigenfehlern den Satz drehte.

Deutschland nutzte die Gelegenheit, gewann den Durchgang mit 11:8 und setzte im zweiten Satz noch einen Gang drauf. Mit schnellen Angriffen und druckvollen Schlägen zogen die Deutschen davon, entschieden Satz zwei klar mit 11:5. Im dritten Satz versuchte Teamchefin Karin Azesberger mit mehreren Wechseln im Angriff neue Impulse zu setzen. Doch Deutschland ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und machte mit einem 11:6 den 3:0-Sieg perfekt. „Das Spiel um Bronze hat leider unsere gesamte Turnierleistung widergespiegelt. Wir haben gute Phasen gezeigt, aber unser Potenzial nicht konstant abgerufen“, sagte Azesberger. Kapitänin Antonia Woitsch ergänzte: „Der Kampfgeist war da, aber die letzte Konsequenz hat gefehlt. Gegen Top-Teams muss man Chancen konsequent verwerten – das ist uns nicht gelungen.“

Orte: Chengdu, China, Schweiz, Deutschland, Dänemark, Birmingham

Die Herrenmannschaft steht auf einem Podest im Freien, trägt rote Trikots und hält stolz ihre Medaillen. Im Hintergrund sind Bäume und eine Sportveranstaltung sichtbar.
The World Games 2025 Chengu, China - Fistball - Victory Ceremony
Quelle: Österreichischer Faustballbund
13.08.2025