Wintersport-Boom in Oberösterreich: Rekordzahlen und neue Highlights für die Saison 2025/26

Oberösterreichs Wintersport zieht weiter an – und die Zahlen sprechen für sich: In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Wintergäste um fast 27 Prozent gestiegen, die Nächtigungen um fast 23 Prozent. Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner zeigt sich begeistert: „Der Wintertourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für unser Bundesland und sichert zahlreiche Arbeitsplätze.“

Die vergangene Saison brachte 1,23 Millionen Ankünfte und 3,18 Millionen Nächtigungen. Besonders stark entwickelten sich internationale Märkte wie Tschechien, die Niederlande und Großbritannien – unter anderem unterstützt durch gemeinsame Marketingmaßnahmen und die Flugverbindung Linz–London. Für die bevorstehende Wintersaison 2025/26 zeigt die aktuelle Winterpotenzialstudie der Österreich Werbung eine hohe Reisebereitschaft: Rund 16,5 Millionen Menschen planen Winterurlaub in Österreich, mit steigendem Interesse aus Deutschland und Tschechien.

Bereits zu Beginn der Saison profitieren die Skigebiete von einem verlängerten Wochenende um den 8. Dezember. Zudem verspricht die Buchungslage in den Weihnachtsferien eine positive Wintersaison, vor allem in Regionen mit Wintersport- und Wellnessangeboten.

Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner. Foto: Land OÖ/Roland Pelzl

Die wirtschaftliche Bedeutung des Wintersports spiegelt sich auch in der Wertschöpfung durch Seilbahnen wider: Im Winter 2023/24 erzielten die oberösterreichischen Seilbahnen direkt 21,5 Millionen Euro, wodurch insgesamt rund 87,3 Millionen Euro an Brutto-Wertschöpfung ausgelöst wurden. Winterurlauber geben pro Person und Tag durchschnittlich 187 Euro aus – unter anderem für Seilbahnen, Transport, Sporthandel, Gastronomie und Beherbergung. Insgesamt sichert der Wintersport rund 1.950 Arbeitsplätze in Oberösterreich.

Die Kombination aus Bergen, Natur, kurzen Anreisewegen und familiärer Atmosphäre macht Oberösterreich besonders attraktiv für Familien. Rund die Hälfte aller Wintergäste reist als Familie mit Kindern und Jugendlichen an. Oberösterreichs Skigebiete sehen sich dadurch in einer Schlüsselrolle, um den Wintersport-Nachwuchs zu fördern – sei es über Schulskikurse, Vereinsangebote oder Wintersportwochen für Kinder.

Auch in Infrastruktur und Angebote investieren die Skigebiete weiter: Neue Sesselbahnen in Dachstein West, technische Beschneiung in Wurzeralm und renovierte Hotels wie das Sein – Boutique Suiten in Gosau oder der Aldiana Club Ampflwang versprechen Komfort und Qualität. Die Region setzt zudem auf innovative Marketingaktionen, wie Musiker in Skimontur, die durch Dresden, Prag und Wien ziehen, sowie Kooperationen mit Eintracht Frankfurt und der Sportmodenmarke Eisbär, die eine exklusive Oberösterreich-Kollektion herausgebracht hat.

Oberösterreichs Skigebiete starten voraussichtlich ab Ende November bis Mitte Dezember 2025 in die Wintersaison, darunter Hinterstoder, Dachstein West, Wurzeralm, Hochficht, Feuerkogel, Kasberg und Dachstein Krippenstein.

Erwähnte Orte: Linz, Oberösterreich, Gosau, Annaberg, Wurzeralm, Spital am Pyhrn, Dachstein West, Ampflwang, Schärding, Hinterstoder, Mühlviertel, Traunsee-Almtal, Pyhrn-Priel, Hochficht, Feuerkogel, Kasberg, Dachstein Krippenstein, Dresden, Prag, Wien

Helmut Holzinger, Fachgruppenobmann oö. Seilbahnen in der Wirtschaftskammer OÖ, Klaus Kumpfmüller, Präsident Landesskiverband OÖ, Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner, Jürgen Nairz, Geschäftsführer Eisbär Sportmoden, und Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer Oberösterreich Tourismus. Foto: Land OÖ/Roland Pelzl
Quelle: Landeskorrespodenz OÖ
30.11.2025