Tag des Apfels – Vielfalt genießen, Regionalität stärken

Oberösterreichs Bäuerinnen im Einsatz für Sortenvielfalt und Bewusstsein rund um das Lieblingsobst der Österreicherinnen und Österreicher.

Anlässlich des „Tages des Apfels“, der traditionell am zweiten Freitag im November (14.11.2025) gefeiert wird, standen heuer gleich zwei Termine im Zeichen des heimischen Apfels.

Sortenvielfalt im Mittelpunkt – Besuch bei Landesrat Dr. Christian Dörfel

Landesbäuerin Johanna Haider und OÖ Bauernbund-Direktor Ing. Wolfgang Wallner besuchten gemeinsam das Büro von Landesrat Dr. Christian Dörfel im Linzer Landhaus, um auf die Bedeutung alter Apfelsorten und den Erhalt der Streuobstwiesen aufmerksam zu machen.
„Unsere heimischen Streuobstwiesen sind wahre Schatzkammern der Sortenvielfalt. Sie stehen nicht nur für Genuss und Qualität, sondern auch für Biodiversität und gelebten Klimaschutz“, betonte Landesbäuerin Johanna Haider.

Direktor Wolfgang Wallner hob hervor, dass alte Apfelsorten durch ihren hohen ökologischen Wert einen wichtigen Beitrag zum Landschaftsbild und zur Artenvielfalt leisten:
„Der Schutz und die Pflege dieser Bestände sind ein Stück gelebte Nachhaltigkeit – und gleichzeitig Ausdruck unserer Verantwortung für kommende Generationen.“

Bäuerinnen informieren am Linzer Südbahnhofmarkt

Im Rahmen des Aktionstages informierten die oberösterreichischen Bäuerinnen am Linzer Südbahnhofmarkt über den heimischen Apfel und seine Besonderheiten. Bei der Radiosendung Arcimboldo vom ORF OÖ standen Landesbäuerin Johanna Haider, Bezirksbäuerin LAbg. Elisabeth Gneißl und weitere engagierte Bäuerinnen aus dem Bezirk Vöcklabruck den Marktbesucherinnen und -besuchern Rede und Antwort.

Bezirksbäuerin Elisabeth Gneißl gab wertvolle Tipps zur richtigen Lagerung, um die Frische und den Geschmack heimischer Äpfel möglichst lange zu erhalten.

Landesbäuerin Johanna Haider informierte über die aktuelle Anbaufläche von rund 360 Hektar sowie über die etwa 400 oberösterreichischen Apfelbetriebe, die jährlich rund 12.500 Tonnen Tafeläpfel produzieren. „Unsere Äpfel stehen für kurze Wege, höchste Qualität und echten Genuss – das schätzen die Konsumentinnen und Konsumenten zu Recht“, so Haider.

Als besonderen Genussmoment brachten die Bäuerinnen ein selbstgemachtes Apfelbrot zur Verkostung mit. Verarbeitet wurden dabei bewusst Äpfel, die den hohen Ansprüchen des Handels nicht mehr genügen, aber geschmacklich in bester Qualität sind – ein gelungenes Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit und Wertschätzung regionaler Lebensmittel. „Damit zeigen wir, dass auch Äpfel mit kleinen Schönheitsfehlern einen wichtigen Platz in der Küche haben“, so Bezirksbäuerin Gneißl.

Apfel ist klimafreundlich und gesund

Wer heimische Äpfel kauft, unterstützt nicht nur die regionale Landwirtschaft, sondern auch die Umwelt. „Gerade in Zeiten des Klimawandels ist der Griff zum regionalen Apfel die bessere Wahl – kurze Transportwege, hohe Qualität und eine gepflegte Kulturlandschaft sprechen für sich“, betonte Bauernbund-Direktor Ing. Wolfgang Wallner.

Der Apfel ist mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 18 Kilogramm pro Jahr das beliebteste Obst der Österreicherinnen und Österreicher. Neben seiner Vielfalt punktet er auch mit Gesundheitswert: Er ist kalorienarm, enthält viele Vitamine und ist ein idealer Begleiter im Alltag.

„Der Apfel steht wie kein anderes Lebensmittel für Regionalität, Gesundheit und Genuss. Er gehört auf jeden Speiseplan – und am besten direkt vom heimischen Betrieb oder dem eigenen Garten“, so das gemeinsame Resümee der Bäuerinnen.

Quelle: OBERÖSTERREICHISCHER BAUERNBUND
25.11.2025