In Grieskirchen wird der Sommermorgen zum Erlebnis der besonderen Art: Beim Sensenmähtag auf dem Gelände der ASKÖ Grieskirchen zeigt sich, dass nachhaltige Wiesenpflege auch ohne Lärm und Maschinen möglich ist. Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer greifen zur geschliffenen Sense – und lassen sich von Josef Malzer und Rupert Uttenthaler in die Kunst des traditionellen Mähens einführen.
Veranstaltet vom Umweltausschuss der Stadtgemeinde, steht der Tag ganz im Zeichen der insektenfreundlichen Bewirtschaftung. Schon beim ersten Schnitt wird klar: Es geht nicht nur ums Mähen, sondern ums bewusste Tun – mit Rhythmus, Präzision und Rücksicht auf die Natur.
„Ganz ohne Maschinenlärm – dafür mit Gefühl und Präzision“, bringt es Kursleiter Josef Malzer auf den Punkt. Die beiden erfahrenen „Sensenmänner“ zeigen Schritt für Schritt, wie das Dengeln, Einstellen und Führen der Sense gelingt. So wird die bunt blühende Wiese zur Übungsfläche – und zum Symbol für eine naturnahe Pflegeform, die fast verloren schien.
Am Ende des Tages sind sich alle einig: Das war mehr als ein Kurs. Es war ein stilles Plädoyer für Achtsamkeit im Umgang mit unserer Landschaft. Und weil’s so gut angekommen ist, kündigt der Umweltausschuss bereits an: Nächstes Jahr geht’s weiter.
Erwähnte Orte:
Grieskirchen, ASKÖ Grieskirchen

