Die Säbelantilope galt seit dem Jahr 2000 als in der Natur ausgestorben. Durch internationale Zuchtprogramme und Wiederansiedelungen leben inzwischen rund 1.300 Tiere in freier Wildbahn. Der Zoo Schmiding in Krenglbach beteiligt sich mit seiner Haltung und Zucht am Erhalt der Art.
Säbelantilopen kehren in die Natur zurück – Zoo Schmiding zeigt Erfolg des Artenschutzes
Wiederansiedelung nach Jahrzehnten
Intensive Bejagung und der Verlust geeigneter Lebensräume hatten die Bestände der Säbelantilope stark reduziert. Im Jahr 2000 stufte die IUCN die Art als „in der Natur ausgestorben“ ein.
Zoos, Naturschutzorganisationen und Behörden arbeiteten danach international an koordinierten Zuchtprogrammen. Dabei wurden Populationen aufgebaut und genetische Vielfalt erhalten. Zudem mussten Tiere gesundheitlich untersucht und geeignete, langfristig geschützte Lebensräume geschaffen werden.
Heute leben laut den Angaben rund 1.300 Säbelantilopen in freier Wildbahn in vier Ländern. 2023 wurde die Art auf der Roten Liste der IUCN von „in der Natur ausgestorben“ auf „stark gefährdet“ herabgestuft.
Zoo Schmiding beteiligt sich an Erhaltungszucht
Auch der Zoo Schmiding hält seit vielen Jahren Säbelantilopen und züchtet die Tiere nach. Der Zoo nimmt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) teil. Dabei werden Haltung und Zucht der bedrohten Antilopenart international koordiniert.
„Die Geschichte der Säbelantilope zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag Zoos gemeinsam mit ihren internationalen Partnern zum Artenschutz leisten können“, sagt Zoodirektor DDr. Andreas Artmann.
Säbelantilopentag am 16. August
Zum Säbelantilopentag am 16. August rückt der Zoo Schmiding die Art und ihre Entwicklung in den Mittelpunkt. Die Geschichte der Säbelantilope zeigt, dass Wiederansiedelungen nach dem Verschwinden einer Tierart aus der Natur möglich sind. Dafür sind langfristige Zuchtprogramme, genetische Planung und der Schutz geeigneter Lebensräume nötig.
Orte: Krenglbach, Wels, Nordafrika

