Raab setzt Zeichen für Natur und Klima: Renaturierung von Wiesbach und Raaberbach startet 2025

it einem ambitionierten Projekt zur Renaturierung von Wiesbach und Raaberbach stärkt die Marktgemeinde Raab den ökologischen Hochwasserschutz und die Artenvielfalt in der Region. Umwelt- und Klimalandesrat Stefan Kaineder besuchte das Projektgebiet und unterstrich die Bedeutung solcher Maßnahmen für eine klimaresiliente Zukunft.

Ab März 2025 sollen rund 3,3 Kilometer Bachlauf in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren naturnah umgestaltet werden. Bis Juni 2027 entstehen neue Flussläufe, Rückhalteräume und naturnahe Uferzonen mit standortgerechter Bepflanzung. Auch technische Barrieren werden zurückgebaut, um die Durchgängigkeit für Fischwanderungen wiederherzustellen.

„Wenn wir Bächen wieder Raum geben, geben wir auch der Natur und damit uns selbst mehr Lebensqualität zurück“, betonte Landesrat Kaineder. Besonders erfreulich: Arten wie Äsche oder Eisvogel kehren bereits zurück – ein sichtbarer Erfolg für das Zusammenspiel von Artenschutz und Gewässerentwicklung.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro und werden von Bund, Land Oberösterreich und der Marktgemeinde Raab getragen. Projektbeteiligte sind der Gewässerbezirk Grieskirchen (Bauleitung) sowie das Technische Büro Zauner (ökologische Baubegleitung).

Mit über 12.000 Tonnen Erdbewegung wird nicht nur Platz für dynamisch fließende Gewässer geschaffen, sondern auch ein attraktiver Lebensraum für Mensch und Natur. Neue Erlen- und Weidenbestände, Totholzstrukturen und Kiesbänke machen die Uferbereiche künftig erlebbar – für Fische, Insekten und Erholungssuchende gleichermaßen.

Orte: Raab, Wiesbach, Raaberbach, Grieskirchen, Oberösterreich

Quelle: Marktgemeinde Raab
25.07.2025