Kooperation zwischen Krankenhaus und Sozialhilfeverband
Die neue Anlaufstelle ist eine gemeinsame Initiative des Sozialhilfeverbandes Ried und des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Ried. Hintergrund sind steigende Pflegebedarfe und zunehmend komplexe Betreuungssituationen.
Krankenhaus-Geschäftsführer Johann Minihuber betont die Bedeutung der Zusammenarbeit:
„Mit PROINFO RIED schaffen wir eine Anlaufstelle, die genau dort hilft, wo Menschen oft allein gelassen werden – beim Übergang vom Krankenhaus in die passende Pflege- und Betreuungssituation.“
Durch die Kooperation sollen Informationen gebündelt und Entscheidungswege verkürzt werden. Ziel ist es auch, unnötige Krankenhauseinweisungen zu vermeiden und Patientinnen und Patienten schneller in passende Betreuungsangebote zu vermitteln.
Drei Bereiche arbeiten zusammen
PROINFO RIED verbindet drei bestehende Angebote zu einer gemeinsamen Plattform.
Ein Bestandteil ist die Sozialberatungsstelle. Sie unterstützt bei sozialen, finanziellen oder organisatorischen Fragen und hilft bei Behördenkontakten oder Formularen.
Der zweite Bereich sind Koordinatorinnen für Betreuung und Pflege. Sie richten sich vor allem an Menschen ab 60 Jahren. Die Koordinatorinnen erstellen Bedarfsanalysen und stimmen Pflegeangebote mit Hausärztinnen, mobilen Diensten oder Pflegeeinrichtungen ab.
Der dritte Bereich ist das Case & Care Management des Krankenhauses Ried. Dieses Team begleitet Patientinnen und Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt zurück in den Alltag. Es organisiert Hilfsmittel, berät zu Pflegeangeboten und unterstützt etwa bei Pflegeheim-Anmeldungen.
Auch Bezirkshauptfrau und Obfrau des Sozialhilfeverbandes Ried Yvonne Weidenholzer sieht darin einen Vorteil für die Bevölkerung:
„Mit PROINFO RIED führen wir bewährte Beratungsangebote zusammen. Menschen müssen nicht mehr mehrere Stellen aufsuchen und erhalten Unterstützung aus einer Hand.“
Die Informationsstelle befindet sich im Schlossbergquartier in Ried im Innkreis und ist werktags vormittags geöffnet.
Orte: Ried im Innkreis
Redaktion: Hanna Höckner