Pflanzenbörse feiert 32. Auflage: Garteln als gelebte Leidenschaft

Schon seit mehr als drei Jahrzehnten ist sie ein Fixpunkt im Jahreskalender vieler Pflanzenliebhaber: die Rottenbacher Pflanzenbörse. Heuer findet die Veranstaltung bereits zum 32. Mal statt – und zieht erneut zahlreiche „Pflanzennarrische“ und „grüne Rebellen“ an, die ihre Begeisterung für Saatgut, Blumen, Sträucher und Wildkräuter teilen.

Das Konzept ist einfach und gleichzeitig wertvoll: Wer überschüssige Pflanzen oder Samen hat, gibt diese weiter. Dazu gibt es jede Menge Fachwissen – von Anbau über Pflege bis hin zur Verwendung. So lebt ein Schatz an Wissen fort, der in den letzten Generationen vielerorts verloren gegangen ist.

Die Pflanzenbörse versteht sich nicht als Konkurrenz zu Gärtnereien, sondern vielmehr als Ergänzung. Durch die Begeisterung der Teilnehmer wird die Lust am Garteln gefördert und weitergetragen. Neben dem Tausch von Pflanzen gehören auch Ausflüge zu Gärtnereien oder Gartenschauen zum Programm. Erst kürzlich führte die erste zweitägige Reise in der Geschichte der Pflanzenbörse in die Südsteiermark – mit Stationen im Exotengarten, im Wüstengarten, in den Gärten von Schloss Herberstein, bei den Hängenden Gärten der Sulamith und in der Schokoladen Welt Zotter.

Auch das Soziale kommt nicht zu kurz: Der Erlös aus der Börse geht an die Arche Noah – Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt. Einnahmen aus dem Verkauf von Handarbeiten des Strickcafés fließen an die OÖ Tafel, die Arge Obdachlose und die Gruft Wien.

Ein Urgestein der Börse ist Karoline Pramendorfer aus Geboltskirchen, die seit der ersten Stunde dabei ist und bis heute alte Raritäten wie Russischen Wein, Jakobinie oder Begonien weitergibt – Pflanzen, die mittlerweile wieder ihren Weg zurück in die Gartencenter gefunden haben.

Anmeldung und Info unter 0681 81706562

Erwähnte Orte: Rottenbach, Südsteiermark, Exotengarten, Wüstengarten, Schloss Herberstein, Hängende Gärten der Sulamith, Schokoladen Welt Zotter, Arche Noah, OÖ Tafel, Arge Obdachlose, Gruft Wien, Geboltskirchen

Quelle: Rottenbacher Pflanzenbörse
02.09.2025