Beim heutigen Pressegespräch im Oö. Presseclub in Linz machten SPÖ-Klubvorsitzende Sabine Engleitner-Neu und der Dritte Landtagspräsident Peter Binder unmissverständlich klar: Die Gesundheitskrise in Oberösterreich ist kein neues Phänomen – sie ist das Ergebnis jahrelanger Fehlplanung, ignorierter Warnungen und ausbleibender Reformen.
Die SPÖ präsentierte eine umfassende Analyse der Wartezeiten in oberösterreichischen Spitälern, die auf Anfragebeantwortungen der Jahre 2021 bis 2024 basiert. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist dramatisch. Während die Landesregierung zu Beginn der Pandemie noch auf Ausnahmesituationen verwies, zeigen die Entwicklungen der folgenden Jahre einen strukturellen Absturz: Die Wartezeiten bei planbaren Eingriffen steigen teils ins Unermessliche, während gleichzeitig immer weniger Operationen durchgeführt werden.
Besonders betroffen sind zentrale Bereiche wie Hüft- und Knie-Endoprothesen oder HNO-Eingriffe. Bei Knie-Operationen etwa hat sich die maximale Wartezeit seit 2022 fast verdoppelt und überschreitet 2024 bereits ein Jahr. Gleichzeitig halbierte sich im Kepler Universitätsklinikum (KUK) zwischen 2019 und 2023 die Zahl der durchgeführten Knie-Prothesen.

