Ein zentrales Thema war die Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln. Bernhuber sprach sich für gleiche Standards für heimische Produkte und Importe aus. „Unsere Bäuerinnen und Bauern produzieren nach sehr hohen Standards. Für Importe müssen dieselben Regeln gelten. Eine EU-weite Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie ist dafür ein wichtiger Schritt“, sagte der EU-Abgeordnete.
Kritik kam vom OÖ Bauernbund an zunehmender Regulierung. Landesobfrau Landesrätin Michaela Langer-Weninger forderte praxistaugliche Lösungen auf EU-Ebene. Regelungen wie die Industrieemissionsrichtlinie dürften nicht an der Realität bäuerlicher Betriebe vorbeigehen. Familienbetriebe müssten ausgenommen und Schwellenwerte angepasst werden, um eine Gleichstellung mit Industrieanlagen zu vermeiden.
Auch die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft war Thema. Langer-Weninger betonte, Nachhaltigkeit und Umweltschutz seien wichtig, müssten aber mit Augenmaß umgesetzt werden. Neue Auflagen ohne Ausgleich würden die regionale Lebensmittelproduktion gefährden. Der Bauernbund fordert daher ausreichende Mittel für ein eigenständiges und starkes EU-Agrarbudget.
Zum Abschluss übergaben die Spitzenfunktionäre ihre Forderungen an Bernhuber. Dazu zählen weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und eine stärkere Berücksichtigung der bäuerlichen Praxis. Bernhuber sagte zu, diese Anliegen weiterhin in Brüssel zu vertreten. „Mein Ziel ist es, der Stimme unserer Bäuerinnen und Bauern auf EU-Ebene dauerhaft Gehör zu verschaffen“, so der Abgeordnete.
Orte: Oberösterreich, Linz
Redaktion: Hanna Höckner