„Alkohol verschlechtert die Fahrtüchtigkeit unabhängig vom Fortbewegungsmittel deutlich“, sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Reaktions- und Urteilsvermögen würden spürbar leiden und das Unfallrisiko steigen.
Beim gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol zeigt die Umfrage ein gemischtes Bild. Zwar wird es bei 76 Prozent im Freundeskreis akzeptiert, wenn jemand keinen Alkohol trinkt. Das sind jedoch fünf Prozentpunkte weniger als bei der letzten Befragung 2017. Gleichzeitig müssen sich 13 Prozent der Befragten für ihren Alkoholverzicht rechtfertigen – fast doppelt so viele wie vor acht Jahren. Besonders bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren werde häufiger versucht, andere zum Mittrinken zu bewegen.
Positiv bewertet der ÖAMTC die Entwicklung beim eigenen Fahrverhalten. Ein Drittel der Befragten gibt an, nie Alkohol zu trinken, wenn sie ein Fahrzeug lenken. 2017 war es nur knapp ein Viertel. Auch der Anteil jener, die angaben, „wahrscheinlich über der Promille-Grenze gefahren zu sein“, sank von 34 auf rund 20 Prozent.
Kritisch sieht der Club hingegen, dass mehr als die Hälfte der Befragten mangelnde Alternativen als Grund für eine alkoholisierte Fahrt nennt. 2017 war es nur ein Drittel. „Viele überlegen sich offenbar nicht mehr rechtzeitig, wie sie nach dem Feiern sicher nach Hause kommen“, so Seidenberger.
Laut Statistik Austria ereigneten sich im Jahr 2024 österreichweit 2.705 Unfälle mit Personenschaden aufgrund von Alkoholisierung. In Oberösterreich waren es 470 Unfälle.
Orte: Oberösterreich, Österreich
Redaktion: Hanna Höckner