Im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels hat Nashornbaby Nuru erstmals die Außenanlage betreten. Das Jungtier wurde vor rund einem Monat geboren und erkundet nun gemeinsam mit seiner Mutter Niki die afrikanische Savanne im Zoo.
Nashornbaby Nuru erkundet erstmals Außenanlage im Zoo Schmiding
Nach den ersten Wochen im geschützten Innenbereich und kurzen Aufenthalten im Vorgehege durfte das Nashornkalb nun erstmals auf die große Außenanlage. Mit den wärmeren Temperaturen wagte Nuru den nächsten Entwicklungsschritt und zeigte sich dabei neugierig und aktiv.
Bei seinem ersten Ausflug inspizierte das Jungtier sofort seine Umgebung. Ein Baumstamm wurde genau untersucht, sogar ein Versuch, das Holz mit der Schnauze zu verschieben, blieb nicht aus. Auch die Suhle entdeckte Nuru rasch. Dort sprintete das Nashornbaby durch den Schlamm und wälzte sich ausgiebig darin – ein typisches Verhalten zur Hautpflege und zum Schutz vor Parasiten.
Zu Beginn blieb Nuru noch dicht bei seiner Mutter Niki. Mit zunehmender Sicherheit erkundete das Jungtier die Anlage jedoch immer selbstständiger und lief zeitweise sogar im schnellen Galopp voraus.
„Es ist schön zu sehen, wie selbständig er unterwegs ist – aber immer mit Mama in Sichtweite“, sagt Julia Mitterbauer, leitende Tierpflegerin im Zoo Schmiding. Die Entwicklung des Jungtiers verlaufe sehr positiv. Die Ausflüge ins Freie seien wichtig für Muskeln und Koordination.
Schrittweise wird Nuru auch an die anderen Tiere der Savannenanlage gewöhnt. Dazu gehören unter anderem Zebras und Rappenantilopen sowie weitere Nashornweibchen. Die Zusammenführung erfolgt laut Zoo-Team langsam und unter genauer Beobachtung.
Wie in freier Wildbahn bleibt das Jungtier weiterhin eng bei seiner Mutter. Muttermilch ist derzeit noch die wichtigste Nahrung. Gleichzeitig zeigt Nuru bereits Interesse an anderen Lebensmitteln und knabbert neugierig an Stroh oder Karotten.
Für Besucher bedeutet das eine neue Attraktion: Je nach Wetter kann das Nashornbaby nun auch im Außenbereich der Anlage beobachtet werden.
Orte: Krenglbach, Wels
Redaktion: Hanna Höckner

