„Ich wollte anderen Menschen helfen, deswegen habe ich mich bewusst für den Zivildienst bei der Caritas in Engelhartszell entschieden“, sagt Tim Rossgatterer (19) aus Peuerbach. Seine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. 15 Zivildiener könnten bei der Caritas OÖ im Bezirk Schärding im Einsatz sein, derzeit ist die Hälfte der Plätze aber frei. Nähere Informationen unter 0676 8776 2988 oder caritas-ooe.at/zivildienst.
„Ich habe viel gelernt, was ich später auch im Umgang mit älteren Menschen brauchen kann. Heute ist mir viel mehr bewusst, wie gut es mir geht, weil ich gesund bin“, erzählt der Absolvent des Gymnasium Dachsberg, der Architektur studieren will. Tim Rossgatterer hat die Menschen in der Kreativwerkstätte bei ihrer Arbeit unterstützt. Sein Zwillingsbruder Luca war zur gleichen Zeit im Wohnbereich engagiert. Erst nach einiger Zeit ist den Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen aufgefallen, dass es die „Rossgatterers“, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen, im Doppelback gibt.
„Die Zivildiener gehören bei uns zum Team und sollen sich einbringen. Wir haben bei invita in der Region spannende Aufgabenbereiche, wo junge Männer und ihre Fähigkeiten gefragt sind“, sagt Caritas-Mitarbeiter Franz Watzinger, Teamleiter für die Werkstätten, die Haustechnik und Zivildienstverantwortlicher. An den invita-Standorten leben und arbeiten Menschen mit psychischen und zum Teil körperlichen Beeinträchtigungen. In Engelhartszell gibt es zudem zwei Wohngruppen für Senior*innen. Die Zivildiener arbeiten in einer der Werkstätten – von der Kreativgruppe über die Holz & Industriegruppe bis hin zur hauseigenen Kfz-Werkstätte –, sind mit dem Gärtner-Trupp für die Caritas im Stift Engelszell und in der Gemeinde unterwegs oder in einer Wohngruppe aktiv, wo sie im Alltag mithelfen und die Freizeit mit den Bewohner*innen verbringen. Da stehen auch Ausflüge am Programm. Tim Rossgatterer rät anderen jungen Burschen, sich auf die Erfahrungen, die er bei seinem Zivildienst gemacht hat, einzulassen: „Man lernt in den neun Monaten so viel für das spätere Leben. Im täglichen Umgang wird die Kommunikation immer einfacher und man erfährt viele spannende Lebensgeschichten.“

