Die geplante Einrichtung eines Herzkatheterzentrums am Krankenhaus Braunau ist vom Tisch – sehr zum Ärger von SPÖ-Landtagsabgeordneter Gabriele Knauseder. Die Pflegesprecherin zeigt sich enttäuscht über die Absage aus dem Büro von Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander: „Gerade für eine Region wie das Innviertel ist eine rasche medizinische Versorgung im Herzinfarktfall lebenswichtig.“
Knauseder kritisiert, dass das Innviertel in der aktuellen Gesundheitsplanung zu kurz komme. Ein Herzkatheterzentrum hätte nicht nur die Versorgung verbessert, sondern auch das Krankenhaus Braunau als Standort für hochqualifizierte Mediziner:innen gestärkt. Die SPÖ-Abgeordnete verweist zudem auf über 13.000 Unterschriften aus der Bevölkerung, die die Einrichtung unterstützt hätten – dennoch sei der Bedarf nicht ausreichend berücksichtigt worden.
Für zusätzlichen Unmut sorgt die Begründung der Absage: „Dass ausgerechnet Primarärzte jener Spitäler die ablehnende Haltung untermauern, die nun selbst profitieren, lässt viele Fragen offen“, so Knauseder. Die SPÖ will nun mit einer Landtagsanfrage nachhaken. Unterstützung kommt vom oberösterreichischen Gesundheitssprecher und Dritten Landtagspräsidenten Peter Binder: „Gerade die zentralisierten Spitäler im Großraum Linz haben teils lange Wartezeiten. Eine flächendeckende Versorgung muss das Ziel sein – besonders in einem Flächenbundesland wie Oberösterreich.“
Die SPÖ kündigt an, die Herzversorgung im gesamten Bundesland zum Thema im Landtag zu machen – mit dem Ziel, regionale Versorgungslücken möglichst rasch zu schließen.
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