„Inklusion im Sattel: Aktionstag zeigt berührende Momente des Miteinanders“

Der zweite Aktionstag für integratives Reiten hat am 9. November 2025 eindrucksvoll gezeigt, wie stark Pferde als verbindende Partner wirken können. Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich gemeinsam mit ihren Therapeutinnen, Familien und Unterstützerinnen in der Stiftsreitschule in Lambach, um bei verschiedenen Bewerben ihr Können zu zeigen und die Freude am Reitsport zu teilen.

Bereits zu Beginn stand der Gedanke der Inklusion klar im Mittelpunkt. Beim geführten Geschicklichkeitsbewerb im Schritt meisterten Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Hippotherapie und dem heilpädagogischen Reiten gemeinsam mit ihren Pferdeführerinnen und Therapeutinnen die gestellten Aufgaben. Für viele war es ein emotionaler Moment, der von Zusammenhalt und Mut geprägt war.

Fortgeschrittenere Reiterinnen und Reiter stellten sich im „Working Trail“ ohne Begleitung und teils im Trab den Anforderungen nach Special-Olympics-Kriterien. Auch in den Dressuraufgaben wurde auf Genauigkeit und korrekte Ausführung geachtet – ein weiterer Schritt in Richtung Teilnahme an Wettbewerben außerhalb der gewohnten Umgebung.

„Hier sieht man, was wirklich zählt – Freude, Teamgeist und die Begeisterung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, sagte Marlies Krippl. Die Stimmung sei berührend gewesen und habe deutlich gemacht, wie wertvoll solche Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen sind.

Ute Zeilinger betonte zudem die sportliche Bedeutung: Das oberösterreichische Special-Olympics-Team bereitet sich bereits auf die Sommerspiele 2026 in Wien vor. Übungsturniere wie jener in Lambach seien dafür ein idealer Rahmen – ruhig, sicher und bestens organisiert.

Der Aktionstag ist ein gemeinsames Projekt mehrerer engagierter Institutionen: Das Pferdezentrum Stadl-Paura, das Österreichische Kuratorium für Therapeutisches Reiten (ÖKTR), Special Olympics OÖ, der OÖ Pferdesportverband und das abz Lambach arbeiten eng zusammen. Schülerinnen aus der Pferdewirtschaft unterstützten tatkräftig als Pferdeführerinnen und betreuten die bereitgestellten Haflinger.

Besonders schön war die Erfahrung für die Schülerin Luise Vitzthum: „Die Freude und die strahlenden Gesichter zeigen uns, wie wichtig es ist, beim Reiten das Positive zu sehen und die Gelegenheit mit Dankbarkeit zu schätzen.“

Das Format soll 2026 fortgeführt und weiterentwickelt werden – mit einem klaren Ziel: Reiten für alle möglich machen und Menschen mit Beeinträchtigungen noch mehr Platz im Pferdesport geben.

Erwähnte Orte: Lambach, Stiftsreitschule, Wien, Stadl-Paura, Oberösterreich

Quelle: Pferdezentrum Stadl-Paura
28.11.2025