Bodenschutz im Fokus-108 Gemeinden setzen in OÖ auf Boden- und Bienenfreundlichkeit

In Oberösterreich gewinnt der Schutz von Böden und Biodiversität weiter an Bedeutung. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellt das Bodenbündnis OÖ seine Maßnahmen für 2026 vor und setzt dabei auf lebendige Böden sowie ein wachsendes Netzwerk an Gemeinden. Mit dem Beitritt von Zwettl an der Rodl umfasst das Netzwerk nun 108 Gemeinden, in denen rund die Hälfte der Bevölkerung lebt.

Gesunde, unversiegelte Böden leisten einen zentralen Beitrag zum Klimaschutz: Sie speichern Wasser, binden CO₂ und sichern die Ernährung. Gleichzeitig bieten sie Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Immer mehr Gemeinden erkennen diese Bedeutung und setzen konkrete Maßnahmen im eigenen Wirkungsbereich um.

Auch Zwettl an der Rodl engagiert sich aktiv für den Bodenschutz. Auf öffentlichen Flächen wird auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet, stattdessen kommen heimische Wildpflanzen zum Einsatz. Ziel ist eine naturnahe Gestaltung und die Förderung der Artenvielfalt.

Für das Jahr 2026 plant das Bodenbündnis OÖ zahlreiche Initiativen. Dazu zählen Informationsangebote, Workshops, Vorträge sowie neue Veranstaltungsformate wie der „SoilWalk“, bei dem Bodenthemen direkt vor Ort erlebbar werden. Zusätzlich werden Bildungsangebote wie Boden-Koffer, KlimaAcker-Schulen und Exkursionen zu Bodenlehrpfaden weiter ausgebaut.

Auch die Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung spielt eine zentrale Rolle. Mit Informationsständen, etwa bei der Messe „Blühendes Österreich“, sowie einem Fotowettbewerb zum Thema Wildbienen werden Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden.

Das Bodenbündnis versteht sich als europaweites Netzwerk, das Gemeinden, Organisationen und Bildungseinrichtungen dabei unterstützt, verantwortungsvoll mit der Ressource Boden umzugehen und nachhaltige Entwicklungen voranzutreiben.

Orte: Oberösterreich, Zwettl an der Rodl, Linz, Thalheim, Krenglbach, Ottenschlag

Redaktion: Hanna Höckner

Quelle: OÖ Landeskorrespodens
01.04.2026