Blackout-Vorsorge: Was im Ernstfall wirklich zählt

Ein großflächiger Stromausfall – ein sogenannter Blackout – gilt längst nicht mehr als rein theoretisches Szenario. Fachleute warnen davor, dass ein solcher Ausfall mehrere Tage andauern und sogar mehrere Staaten gleichzeitig betreffen könnte. Die Auswirkungen wären gravierend: Kein Licht, keine Heizung, keine Kochmöglichkeiten, kein Internet – das öffentliche und private Leben käme weitgehend zum Stillstand.

Unser Alltag ist stark von einer funktionierenden Stromversorgung abhängig. Vom Lebensmittelhandel über die Wasserversorgung bis hin zu Kommunikationssystemen basiert nahezu jede Infrastruktur auf elektrischer Energie. Fällt diese weg, sind schnelle und koordinierte Maßnahmen gefragt – sowohl von staatlicher Seite als auch durch Eigenvorsorge der Bevölkerung.

Der Oberösterreichische Zivilschutz empfiehlt daher, rechtzeitig vorzusorgen. Dazu zählt ein ausreichender Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für mindestens zehn Tage ebenso wie wichtige Medikamente und Hygieneartikel. Technische Hilfsmittel wie ein batteriebetriebenes Notfallradio, eine Notkochstelle oder geeignete Notbeleuchtung können im Ernstfall entscheidend sein. Aus Gründen der Brandgefahr wird auf den Einsatz von Kerzen ausdrücklich verzichtet.

Auch an sanitäre Vorkehrungen sollte gedacht werden. Sollte die Wasser- oder Abwasserversorgung ausfallen, sind Notfalltoilettenbeutel eine wichtige Ergänzung des persönlichen Notfallvorrats. Darüber hinaus empfiehlt es sich, ausreichend Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch für Kochen und Hygiene einzuplanen.

Ein zentraler Bestandteil der Vorsorge ist ein Familien-Notfallplan. Darin sollten Treffpunkte, Heimwege und Aufgabenverteilungen festgelegt sein. Ebenso wichtig ist es, Haustiere in die Planung einzubeziehen. Da im Blackout-Fall mit einem Ausfall technischer Kommunikationsmittel gerechnet werden muss, sind klare Absprachen im Vorfeld wesentlich.

Informationen über sogenannte Selbsthilfe-Basen, die im jeweiligen Gemeinde-Notfallplan festgelegt sind, erhalten Bürgerinnen und Bürger direkt bei ihrer Gemeinde. Diese Einrichtungen dienen im Krisenfall als Informationsdrehscheiben und unterstützen die Selbstorganisation der Bevölkerung.

Experten betonen zudem, dass ein Blackout ohne Vorwarnung eintreten kann und auch dessen Ende nicht exakt vorhersehbar ist. Umso wichtiger ist es, neben materieller Vorsorge auch an „stromlose Beschäftigungsmöglichkeiten“ zu denken, um insbesondere Familien mit Kindern eine strukturierte Tagesgestaltung zu ermöglichen.

Weiterführende Informationen und Checklisten bietet der Oberösterreichische Zivilschutz in einem kostenlosen Blackoutfolder an.

Orte: Linz, Oberösterreich

Redaktion: Hanna Höckner

Quelle: Oberösterreichischer Zivilschutzverband
23.02.2026