In der Adventzeit rücken auf den bäuerlichen Familienbetrieben in Oberösterreich gelebte Traditionen, Werte und Gemeinschaft besonders in den Mittelpunkt. Der OÖ Bauernbund macht darauf aufmerksam, wie Bräuche am Land bewusst gepflegt und an die nächste Generation weitergegeben werden. Für Landesbäuerin Johanna Haider ist der Advent eine Zeit des Innehaltens, in der Traditionen Halt geben und das Miteinander stärken.
Auf vielen Höfen beginnt die Vorweihnachtszeit mit dem Binden des Adventkranzes aus Materialien aus dem eigenen Wald. Bezirksbäuerin Margit Ziegelbäck aus Wels beschreibt den Duft von frischem Tannenreisig als unverkennbares Zeichen für den Beginn des Advents. Auch das gemeinsame Basteln mit der Familie und das Verschenken selbst gemachter Dekoration gehören für sie fest dazu.
Weitere tief verwurzelte Bräuche sind das Aufhängen von Misteln und das Schneiden von Barbarazweigen am 4. Dezember. Bezirksbäuerin Michaela Sommer aus Linz verbindet diese Traditionen mit Hoffnung und Zuversicht in der dunklen Jahreszeit. Wenn die Zweige zu Weihnachten blühen, stehen sie für Neubeginn und das Wiederkehren des Lichts.

