Vor rund drei Jahren haben das Land Oberösterreich, Gemeinden, Städtebund und Gewerkschaften den „Pakt für das Kinderland OÖ“ unterzeichnet. Seitdem wurden zahlreiche neue Betreuungsplätze geschaffen und zusätzliches Personal eingestellt. Der Ausbau der Kinderbildung und -betreuung soll auch 2026 fortgesetzt werden.
1.111 Tage Kinderland: Oberösterreich baut Kinderbetreuung weiter aus
Seit der Unterzeichnung des Pakts vor 1.111 Tagen treibt das Land Oberösterreich den Ausbau der Kinderbildung und -betreuung voran. In den Arbeitsjahren 2023/24 und 2024/25 entstanden 152 neue Krabbelstubengruppen sowie 68 zusätzliche Kindergartengruppen. Für 2026 sind laut Prognose weitere rund 80 Gruppen geplant, die Platz für bis zu 1.000 Kinder bieten sollen.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Personalaufbau. In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt 1.715 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Kinderbetreuung gewonnen. Der Personalstand liegt damit bei 13.023 Beschäftigten. Das Einstiegsgehalt für Pädagoginnen und Pädagogen beträgt derzeit 3.300 Euro, der Urlaubsanspruch umfasst sieben Wochen ab dem ersten Dienstjahr.
LH-Stellvertreterin und Bildungs-Landesrätin Christine Haberlander zieht eine Zwischenbilanz:
„Der Ausbau der Kinderbildung und -betreuung in Oberösterreich läuft und wird weiter vorangetrieben. Für Eltern soll es Wahlfreiheit geben, gleichzeitig bauen wir das Angebot dort aus, wo es gebraucht wird.“
Neben dem quantitativen Ausbau setzt das Land auch auf Qualitätsmaßnahmen. Ab September 2025 wird die maximale Gruppengröße im Kindergarten von 23 auf 22 Kinder reduziert. In Krabbelstuben liegt die Höchstzahl bei zehn Kindern pro Gruppe. Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sind zudem verpflichtet, mindestens 47 Wochen im Jahr geöffnet zu halten. Oberösterreich weist mit durchschnittlich 19,9 Schließtagen weniger Sperrtage auf als sechs andere Bundesländer.
Die Betreuungsquote bei drei- bis fünfjährigen Kindern liegt in Oberösterreich bei 94,4 Prozent und damit über dem Österreich-Durchschnitt. Bei den Vierjährigen beträgt sie 96,5 Prozent. Auch bei Zweijährigen ist der Anteil der betreuten Kinder in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen – von 33,5 auf 50,5 Prozent.
Für den Bereich Kinderbildung und -betreuung sind im Bildungsbudget 2026 rund 452,5 Millionen Euro vorgesehen. Das entspricht einer Steigerung von 34,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.
Orte: Oberösterreich
Redaktion: Hanna Höckner

